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Doping (Sportdrogen)

Doping oder Sportdrogen sind hauptsächlich anabole Steroide, die zur sportlichen Leistungssteigerung eingesetzt werden. Anabolika bewirken die Beschleunigung der Wachstumsprozesse im Stoffwechsel: sie steigern das Wachstum. Andere Doping- bzw. Sportdrogen sind Aminosäuren, Wachstumshormone oder EPO (siehe unten).

ANABOLE STEROIDE

Erscheinungsformen
Anabolika können als Tabletten eingenommen, aber auch gespritzt werden. Zu den bekannteren Präparaten in Deutschland gehören Oral-Turnabol, Dianabol, Stanozol und Testosteron-Propionat.

Wirkung
Auch wenn man Sportdrogen einnimmt, muss man dennoch weiterhin trainieren: die Muskeln wachsen nicht von allein. Anabolika verkürzen jedoch die Erholungszeit der Muskeln und erlauben dadurch ein intensiveres Training. Diese "künstliche Fitness" verflüchtigt sich aber sofort wieder, wenn die Sportdroge abgesetzt wird.

Gefahren
Alle Sportdrogen sind gefährlich - besonders die nicht reinen. Anabole Steroide sind in Wirkung und Struktur mit dem männlichen Hormon Testosteron verwandt und können daher gefährliche androgene Nebenwirkungen haben: Frauen werden männlicher durch Rückbildung der Brüste, tiefere Stimme, zusätzliche Gesichts- und Körperbehaarung und Unfruchtbarkeit, Männern droht die umgekehrte Wirkung wie beispielsweise die Entwicklung von Brüsten. Werden Anabolika genommen, bevor man ausgewachsen ist, kann dies zu dauerhaften Wachstumsschäden führen.

Anabole Steroide können außerdem körperliche Nebenwirkungen haben wie

sowie seelische Nebenwirkungen wie

  • Aggressivität

  • Paranoia

Wechselwirkungen
Sportdrogen wie anabole Steroide sollten nie untereinander oder mit stimulierenden Drogen wie Kokain kombiniert werden. Diese "Drogencocktails" können tödlich sein.

Abhängigkeit
Sportdrogen machen nicht körperlich süchtig. Wer viel über einen längeren Zeitraum einnimmt, kann jedoch ein starkes psychisches Verlangen bis hin zu Entzugserscheinungen verspüren.

Rechtslage
Anabole Steroide fallen unter das Arzneimittelgesetz (AMG). Viele dieser Präparate sind verschreibungspflichtig. Beschaffung, Besitz und Weitergabe an Dritte sind strafbar.

Andere Sportdrogen

Aminosäuren: Dies sind die Bausteine von Eiweiß und in höheren Dosen so gefährlich wie anabole Steroide. Da sie als "natürliche Alternative" gelten, nehmen viele Menschen häufig das 100- bis 300fache des normalen täglichen Bedarfs, was zu Nierenversagen führen kann. Es gibt sie in Kapsel- oder Tablettenform.

EPO: Das sogenannte "Blut-Doping" mit EPO ( E rythropoietin) ist vor allem durch den Missbrauch von Radfahrern bei der Tour de France bekannt geworden. Es regt die Bildung der roten Blutkörperchen an. Dadurch kann das Blut mehr Sauerstoff transportieren. Endeffekt: die Ausdauer wird erhöht. Es wirkt jedoch auch blutverdickend und kann daher, wenn es nicht benötigt wird, zum Herzinfarkt führen.

Wachstumshormone: Das Wachstumshormon (LH) ist während des Wachstums für einen gesunden Körperwuchs verantwortlich. Ist man jedoch ausgewachsen, kann es einen auch nicht mehr größer machen. Statt dessen werden Teile des Körpers verformt: Kiefer, Gesicht, Hände und Füße können abnormal anwachsen. Die Muskeln werden allerdings schwächer und nicht stärker.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 10.03.2008
 
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