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Ecstasy

Ecstasy gilt als berauschende und gefährliche Partydroge
(Quelle: Clarissa Schwarz/PIXELIO)

Die wörtliche Bedeutung des Begriffs Ecstasy ist "Ekstase". Damit ist erst einmal nur ein Zustand gemeint, der auf verschiedene Arten erreicht werden kann. In Bezug auf Drogen ist mit Ecstasy (auch XTC oder ADAM) ursprünglich der Wirkstoff MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin) gemeint. Heutzutage werden den Ecstasy-Pillen jedoch Substanzen wie LSD, Koffein oder reines Amphetamin beigemengt oder MDMA komplett durch fremde Stoffe, wie Schmerzmittel oder Vitamine ersetzt. Ecstasy gehört zu den Designerdrogen und ist chemisch mit den Amphetaminen verwandt.

Ecstasy gibt es in Pillen oder Kapseln, vermischt mit einer Trägersubstanz. Meist sind die Pillen bunt und mit eingepressten Motiven, wie Herzen, Blumen oder ähnlichem. Sie können leicht kopiert werden und es ist nicht erkennbar, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Deshalb kann niemand vorhersagen, ob und wie viel von dem Wirkstoff MDMA letztendlich enthalten ist oder welche erwünschten und unerwünschten Effekte die Einnahme der Pille hervorrufen wird. Menschen, die Pillen verkaufen, wollen in erster Linie schnelles Geld machen und nicht den besten "Kick" für ihre Kunden bereithalten!


Wie wirkt Ecstasy?

MDMA wird chemisch hergestellt und ist die bekannteste stimulierende Substanz von der Konsumenten hoffen, dass sie in Ecstasy-Pillen enthalten ist. MDMA bewirkt, dass im Gehirn bestimmte Botenstoffe vermehrt ausgeschüttet werden. Dadurch wirkt Ecstasy stimulierend (verwandt mit Speed) und leicht halluzinogen. Es setzt bewusstseinsverändernde Stoffe im Gehirn frei. Es ruft Gefühle wie Liebe und Wohlwollen hervor und lässt die Umwelt surreal und farbintensiv erscheinen. Mit dem Boom der Technopartys in den 90er-Jahren stieg auch der Konsum von Ecstasy, da die Droge als kommunikationsfördernd gilt und durch die kurzfristig erhöhte Leistungsfähigkeit teilweise eine Nacht durchgetanzt werden kann. Ecstasy wird auch als "heart-opener" bezeichnet, da es angeblich den Zugang zu Gefühlen erleichtert

Die Wirkung hält zirka fünf Stunden an. Da dann die Speicher, die die Botenstoffe enthalten, erst wieder aufgefüllt werden müssen, muss die Dosis von Ecstasy schnell erhöht werden, um überhaupt noch eine Wirkung zu spüren. Zugleich steigen die mit der Einnahme verbundenen Risiken. Ecstasy macht psychisch abhängig.


Gefahren durch den Konsum von Ecstasy

Während der Einnahme von Ecstasy kann es zu Herzjagen, Ansteigen der Körpertemperatur, Leber-, Nieren- und Nervenschäden, Psychosen und Erschöpfungszuständen kommen. Bekannte Fälle von Schlaganfall oder sogar Tod sind auf Überdosierung oder unbekannte Beimischungen zurückzuführen.

Studien zeigen, dass Ecstasy-Konsum in engem Zusammenhang mit psychischen Problemen wie Depressionen oder Angstzuständen steht. Noch schlimmer ist diese Gefahr, wenn zusätzlich weitere Drogen, also beispielsweise auch Cannabis, von der Person regelmäßig konsumiert werden.

Psychotische Störungen, wie Halluzinationen oder Wahnvorstellungen, können direkt nach der Einnahme von Ecstasy auftreten und zwei Tage oder länger anhalten. Auch können bei vielen Konsumenten von Ecstasy Persönlichkeitsstörungen nachgewiesen werden.

Nach dem aktuellen Stand der Forschung beeinträchtigt Ecstasy auf Dauer die Hirnfunktion der Konsumenten. Dabei ist besonders die Gedächtnisfunktion im Hinblick auf die Lern- und Merkfähigkeit betroffen. Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass diese Schädigungen im Hirn nicht rückgängig zu machen sind, also auch nach Absetzen von Ecstasy bestehen bleiben.


Quellen:
F.A. Brockhaus (Hrsg.).: Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig/Mannheim 2006
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.drugcom.de (Stand: März 2008)
Online-Informationen der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn: www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/ecstasy1.htmlde (Stand: März 2008)

 

Autor: Miriam Funk 
Letzte Änderung am: 09.05.2008
 
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