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Methadon

Methadon ist eine künstliche Chemikalie, die ähnliche Eigenschaften aufweist wie Opiate (zum Beispiel Heroin). Die meisten Informationen von Heroin gelten daher auch für Methadon. Ärzte benutzen Methadon oft dazu, Abhängige kontrolliert vom Heroin wegzubringen: In Deutschland kann Methadon im Rahmen einer so genannten Substitutionstherapie bei Heroinabhängigkeit eingesetzt werden. Wenn Methadon auch als legale Alternative zu Heroin gilt, ist es jedoch genauso gefährlich.

Erscheinungsformen
Methadon gibt es als dickflüssigen Sirup, Pulver, Tabletten oder Tropfen. Auf der Straße wird es in unterschiedlicher Stärke und Farbe verkauft.

Szenenamen
"Dolly", "Doll", "Red Rock"

Wirkung
Die Wirkung von Methadon ist ähnlich wie die von Heroin, nur nicht so stark. Es gibt keinen sofortigen "Hit", weshalb Heroinabhängige es nicht so sehr schätzen. Dafür hält die Wirkung länger an als bei Heroin: die Betäubung der Schmerzen und das Wohlgefühl kann bis zu 24 Stunden dauern.

Gefahren

Wechselwirkungen
Manche Süchtige versuchen mit Hilfe von Methadon (beruhigende Droge), von Ecstasy oder Amphetamin (aufputschende Drogen) loszukommen. Dies ist sehr gefährlich, da durch den abrupten Wechsel der Herzfrequenz das Herz stark belastet wird. Dies kann bis hin zu Atem- und Herzstillstand und somit zum Tod führen. Methadon sollte auch nicht mit Alkohol oder anderen Beruhigungsmitteln kombiniert werden.

Abhängigkeit
Methadon macht genauso süchtig wie Heroin. Nimmt man es regelmäßig, kann man ebenso schnell physisch als auch psychisch von Methadon abhängig werden. Die Sucht ist dabei genauso stark wie bei Heroin. Die Methadontoleranz (Grad der Gewöhnung = der Körper gewöhnt sich immer mehr an die DrogeÖ die benötigte Dosis wird immer stärker) steigt bei längerem Gebrauch, allerdings nicht so schnell wie bei Heroin. Sie kann von Methadon auf Heroin und umgekehrt übertragen werden, da sich beide Drogen chemisch gleichen. Die Methadontoleranz nimmt aber auch schnell wieder ab: wird eine Zeitlang nichts genommen, kann die nächste Dosis bereits tödlich sein.

Die physischen wie psychischen Entzugserscheinungen können so stark sein wie bei Heroin. Der Methadonentzug ist aber sogar noch schlimmer als der Heroinentzug, da er mit insgesamt sechs Wochen und mehr extrem lange dauert. So lassen die Schmerzen und Angstzustände beispielsweise auch erst nach zwei bis drei Wochen nach. Professionelle Hilfe ist für den Methadonentzug daher unbedingt notwendig, da die Dosierung über etliche Wochen kontrolliert reduziert werden muss.

Rechtslage
Methadon fällt unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Es kann im Rahmen einer Substitutionstherapie bei Heroinsucht eingesetzt werden, darf aber nicht weitergegeben oder verkauft werden.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.03.2008
 
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