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Poppers

Poppers sind schnell wirksame amyl- und isubutylhaltige Mittel, von denen Amylnitrit das häufigste ist. Poppers sind Aufputschmittel mit schnell nachlassender Wirkung - daher kommt auch der Name (engl. "Knaller"). Poppers verdampfen bei Zimmertemperatur.

Erscheinungsformen
Poppers gibt es in kleinen Flaschen. Oft sind es auch Glasfläschchen mit einer goldenen Flüssigkeit. Frische Poppers haben einen fruchtigen und süßen Geruch, abgestandene dagegen riechen alt und unangenehm.

Szenenamen
"Flüssiges Gold", "Rave", "Amyl", "Snappers", "Rush"

Gebrauch
Poppers werden direkt aus der Flasche oder von einem getränkten Tuch inhaliert. Sie sollten nie getrunken werden, da sie äußerst giftig sind.

Wirkung
Die Wirkung nach dem Einatmen der Dämpfe kann positiv sein:

  • Energieschub

  • rasante Wahrnehmungen (durch schnelleren Herzschlag)

  • Gefühl der Leichtigkeit (durch fallenden Blutdruck)

  • evtl. sexuelle Erregung (die sexuelle Hemmschwelle wird niedriger)

aber es gibt auch unangenehme Nebenwirkungen:

  • Benommenheit,

  • Ohnmacht

  • Übelkeit

  • starke Kopfschmerzen

Gefahren
Neben den oben genannten Nebenwirkungen können noch weitere Risiken auftreten:

  • Regelmäßiges Inhalieren führt zu Hautproblemen um Nase und Mund.

  • Da Nitrite ätzend sind, führen sie bei Hautkontakt zu Blasenbildung und Brennen - also Verbrennungen bzw. Verätzungen.

  • Das Inhalieren der Dämpfe führt zu erhöhtem Druck auf die Augäpfel - gefährlich für Menschen mit Augenkrankheiten (z.B. "Grüner Star").

  • Amylnitrit regt den Blutkreislauf an und senkt den Blutdruck. Poppers sind daher gefährlich für Menschen mit Herzerkrankungen oder niedrigem Blutdruck.

Wechselwirkungen
Poppers sollten nicht mit anderen Drogen oder Alkohol genommen werden. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit zu kollabieren.

Abhängigkeit
Poppers machen nicht abhängig.

Rechtslage
Für Poppers gibt es keine einheitliche Regelung. Einige sind frei verkäuflich, andere fallen unter das Arzneimittelgesetz (AMG) und dürfen nicht frei verkauft oder weitergegeben werden.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 18.03.2008
 
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