Antibabypille
Einphasenpräparate
Einphasenpräparate sind Hormonelle Kontrazeptiva
(Empfängnisverhütungsmittel) die als Pille - sogenannte
Antibabypille - eingenommen werden. Sie werden auch als
Kombinationspräparate bezeichnet, weil sie eine feste
Kombination aus Östrogen und Gestagen enthalten, und sie
werden als Einphasenpräparate bezeichnet, weil über den
gesamten Zeitraum der Einnahme dieselbe Homonkombination
eingenommen wird - das Gegenteil: Dreistufenpräparate. Ziel der
Einphasenpräparate ist es, den Eisprung und somit eine
Schwangerschaft zu verhindern.
Einphasenpräparate sind die am meisten verbreiteten
Antibabypillen.
21 Pillen
Eine Packung enthält in
der Regel 21 Tabletten, von denen täglich eine eingenommen
wird. Die am ersten Tag einzunehmende Pille besitzt die gleiche
Zusammensetzung wie die am letzten Tag verwendete. Allerdings
entspricht diese Hormonzusammensetzung nicht den physiologischen
hormonellen Abläufen bei der Frau. Nach den 21 Tagen folgen
sieben Tage Pillenpause. In dieser Zeit tritt normalerweise eine
Blutung ein. Der Empfängnisschutz
bleibt auch in diesen sieben Tagen bestehen.
22 Pillen
Seltener sind Packungen mit 22
Tabletten und entsprechend 6 Tagen Pausen.
28 Pillen
Bei Packungen mit 28 Tabletten gibt es keine Einnahmepause. 6 oder
7 der 28 Tabletten sind hormonfrei.
| tägliche Einnahme der Pille | Blutung am 24.-27. Tag | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | x | x | x | x |
1 |
2 |
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Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für Einphasenpräparate 0,5. Bei korrekter Anwendung, also der zeitgleichen täglichen Einnahme, kann der Pearl-Index sogar auf nahezu P= 0 gesenkt werden.
Zweistufenpräparate
Zweistufenpräparate sind Hormonelle Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmittel), die als Pille -sogenannte Antibabypille- eingenommen werden. Die Pillen in einer Packung enthalten unterschiedliche synthetische Sexualhormone:
Die Art der Hormongabe bei den Zweistufenpräparaten ahmt die natürlichen Schwankungen des weiblichen Hormonspiegels nach.
Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für Zweistufenpräparate 0,7. Bei korrekter Anwendung, also zeitgleicher täglicher Einnahme, kann der Pearl-Index sogar auf nahezu P= 0 gesenkt werden.
Dreistufenpräparate
Dreistufenpräparate sind Hormonelle Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmittel), die als Pille - sogenannte Antibabypille - eingenommen werden. Die Pillen in einer Packung enthalten unterschiedliche Kombinationen synthetischer Sexualhormone und ahmen so die natürlichen Schwankungen des weiblichen Hormonspiegels nach.
Die Dreistufenpräparate ermöglichen ein verfeinertes Eingehen auf die natürlichen Konzentrationsschwankungen der weiblichen Hormone, indem die Östrogen- und Gestagen-Dosierungen in der Packung stufenweise wechseln. Die Dosierung bei Dreistufenpräparaten erfolgt nach folgendem Muster:
-
Sechs Tage Östrogen und Gestagen
-
Fünf bis sechs Tage Östrogen und Gestagen, beide in leicht erhöhter Menge
-
Zehn Tage reduzierte Östrogendosis und erhöhte Gestagendosis
Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für Dreistufenpräparate 0,5. Bei korrekter Anwendung, also der zeitgleichen täglichen Einnahme, kann der Pearl-Index sogar auf nahezu P= 0 gesenkt werden.
Minipille
Die Minipille gehört zu den hormonellen Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmitteln), die als Pille - sogenannte Antibabypille - eingenommen werden. Die Minipille enthält nur Gestagen und sollte nicht mit der Kombinationspille verwechselt werden. Sie ist etwas unsicherer als die Kombinationspillen und muss täglich exakt zur selben Zeit eingenommen werden. Hierbei ist lediglich ein Spielraum von drei Stunden erlaubt, bei Abweichungen ist die angegebene Sicherheit (Pearl Index) nicht mehr gegeben. Ausnahme ist die Minipille Cerazette, die ein Zeitfenster nach vergessener Pilleneinnahme von 12 Stunden gewährt, in dem die Einnahme nachgeholt werden kann. Durch die Einnahme der Minipille verändert sich der Schleim im Gebärmutterhals, d.h. die Spermien können nicht in die Gebärmutter gelangen. Die Hälfte aller Frauen, die die Minipille einnehmen, bekommen einen Eisprung. Trotzdem ist die Wirkung der Minipille so, als habe man den Eisprung gehemmt und nicht nur den Zervixschleim geändert. Die 3-fache Sicherheit der Kombinationspille wird also nicht gewährleistet.
Wie wird die Minipille eingenommen?
Bei
der Minipille gibt es keine Einnahmepausen. Man nimmt eine Packung
nach der anderen jeden Tag eine Tablette, das ganze Jahr
über.
Pille vergessen?
Wird die Pille auch nur
einmal vergessen oder zu spät eingenommen, ist mindestens
für die nächsten 14 Tage die
empfängnisverhütende Wirkung nicht mehr sicher
gewährleistet.
Nebenwirkungen
Mit der Minipille kommt es
etwas häufiger zu Zwischenblutungen und Akne. Die Periode kann
in Einzelfällen sogar ganz ausbleiben, was aber nicht bedeuten
muss, dass eine Schwangerschaft oder Erkrankung vorliegt.
Für wen ist die Minipille geeignet?
Die Minipille ist besonders geeignet für Frauen, die kein
Östrogen
bekommen sollen. Auch für stillende Mütter wird die
Minipille gerne verschrieben, weil sie die Milchproduktion nicht
behindert.
Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für die Minipille 3. Durch korrekte Anwendung, also zeitgleiche tägliche Einnahme, kann der Wert jedoch auf P< 3 verringert werden.
Mikropille
Die Mikropille gehört zu den hormonellen Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmitteln), die als Pille - sogenannte Antibabypille - eingenommen werden. Die Mikropille enthält besonders niedrig dosierte Hormonmengen. Die Mikropille verhindert den Eisprung nicht sicher - das hauptsächliche Wirkprinzip besteht darin, den Schleimpfropf im Gebärmutterhals für Spermien undurchlässig zu machen. Außerdem kann die Gebärmutterschleimhaut ein eventuell doch befruchtetes Ei nicht aufnehmen.
Die Mikropille besteht aus schwach dosiertem Östrogen (35 µg Ethinylestradiol oder weniger) mit einem geringen Gestagenanteil.
Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für die Mikropille 0,5. Bei korrekter Anwendung, also der zeitgleichen täglichen Einnahme, kann der Pearl-Index sogar auf nahe P= 0 gesenkt werden.
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 17.09.2007
