Ernährung und Sport
Die Ernährung und eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist nicht nur im Leistungssport sehr wichtig, sondern auch beim ganz normalen Freizeitsport. Eine optimale Ernährung kann die Leistungsfähigkeit beim Training und Wettkampf sowie die Regeneration unterstützen. Durch regelmäßiges Training wird der Bedarf an Nährstoffen erheblich erhöht, je nach Sportart und Trainingsintensität verbraucht der Körper unterschiedlich viel Energie.
Kohlenhydrate und Fette sind die Brennstoff der
Muskulatur
Fette und Kohlenhydrate stellen die
wichtigsten Energiereserven dar, wobei der Anteil der
Energiegewinnung von der Art und Intensität der Sportart
abhängt. Bei länderdauernden Ausdauersportarten wie
Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen, greift der Körper zur
Energiegewinnung vermehrt auf die Fettreserven zurück. Bei
kurzen und intensiven Sportarten, wie zum Beispiel Sprinten oder
anderen Wettkampfsportarten, werden überwiegend Kohlenhydrate
verbraucht, die in Form von Glukose in der Muskulatur gespeichert
sind. Diese Speicher bieten aber nur für 60 bis 90 Minuten
Energie und müssen dann wieder mit Kohlenhydraten aus der
Nahrung aufgefüllt werde. Bei den meisten
Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball und Handball,
aber auch Tennis und dem normalen Sport im Fitnessclub wird die
Energie sowohl aus Fett als auch Kohlenhydraten bezogen. Je
schneller die Kohlenhydratspeicher beim Sport aufgebraucht sind,
desto eher kann es zu Ermüdungserscheinungen und
Leistungsschwäche kommen.
Komplexe Kohlenhydrate bevorzugen
Die
Zusammensetzung der Ernährung aus Kohlenhydraten, Eiweiß
und Fetten spielt bei der Leistungsfähigkeit eine bedeutende
Rolle. Mit einer Ernährung, die reich an Kohlenhydraten ist,
können die Kohlenhydratspeicher besser gefüllt und die
Ausdauerfähigkeit verbessert werden. Bei
regelmäßigem Sport, besonders im Leistungssport, sollte
der Kohlenhydratanteil der verzehrten Nahrung mindestens 60 bis 65
Prozent betragen. Bei einer täglichen Energieaufnahme von 2500
kcal. entspricht dies 1500 bis 1750 kcal oder 400 bis 450 g reine
Kohlenhydrate. Zu bevorzugen sind komplexe Kohlenhydrate wie
Vollkornbrot, -nudeln, -reis, Obst und Gemüse, die neben den
sattmachenden Ballastoffen auch wichtige Mineralstoffe und Vitamine
enthalten.
Der Fettanteil sollte nicht mehr als 20 bis 30 Prozent der
Energiezufuhr betragen. Dabei sind Nahrungsmittel mit einfach und
mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie sie zum Beispiel
in Olivenöl, Leinöl oder Sonnenblumenöl enthalten
sind, gegenüber gesättigten zu bevorzugen.
Der Eiweißbedarf hängt sehr von der Art und
Intensität des Sportes ab. Normale Personen, die nur
gelegentlich Sport machen, haben einen Eiweißbedarf von 0,7
bis 1,0 g pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem 70 kg
Freizeitsportler bedeutet dies 70 Gramm Eiweiß, die zum
Beispiel mit 150 Gramm Geflügel oder Fisch, 100 g rohen
Nudeln, 50 Gramm Käse oder Wurstaufschnitt, 150 Gramm Brot und
1 Jogurt gedeckt werden können. Bei Ausdauersportlern steigt
der Bedarf auf 1,2 bis 1,5 g und Bodybuilder benötigen schon
1,7 bis 1,8 g pro Kilogramm Körpergewicht.
Ernährung während des Trainings oder
Wettkampfs
Bei kurzem Training von 60 bis 90 Minuten
Dauer reicht es, zwischendurch etwas Flüssigkeit, am besten in
Form von Wasser oder Saftschorlen, zu sich zu nehmen. Nach dem
Training sollten die Kohlenhydratspeicher mit ungesüßten
Fruchtsäften oder Vollkornbrot/brötchen aufgefüllt
werden. Wenn ein Wettkampf oder ein längeres Training
über 90 Minuten ansteht, sollte 3 bis 4 Stunden vorher eine
kohlenhydratreiche Mahlzeit eingenommen werden oder alternativ auch
Obst und Fruchtsäfte, um die Ausdauer zu verbessern. Ein hoher
Anteil an Eiweiß und Fetten würde dagegen die
Magenentleerung verzögern und die Leistungsfähigkeit
beeinträchtigen.
Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
während und nach dem Sport. Bei Wasserverlusten von 1 bis 2
Prozent können schon Ermüdungserscheinungen auftreten und
die Muskelkraft nachlassen. Deswegen sollten Sie pro halbe Stunde
Training 250 bis 500 ml Wasser zu sich nehmen, je nachdem, wie
stark Sie schwitzen. Zu bevorzugen sind dabei kalte Getränke
ohne Zusatz, die schnell aufgenommen werden können. Säfte
und Schorlen liefern zusätzlich Energie, die aber bei kurzen
Sporteinheiten unter 60 Minuten nicht unbedingt benötigt wird.
Auch sogenannte isotonische, mineralstoffreiche Getränken sind
während eines normalen Trainings nicht nötig, da mit dem
Schweiß nur wenig Mineralstoffe verloren gehen.
Verschiedene Nährstoffe unterstützen die
Leistungsfähigkeit
Intensives Training erhöht
den Bedarf an bestimmten Nährstoffen, die wiederum für
den Stoffwechsel eine große Rolle spielen und einen Einfluss
auf die Leistungsfähigkeit haben. Sportler sollten deswegen
auf die ausreichende Versorgung mit Eisen, Magnesium und Kalzium achten und gegebenenfalls Vitamin C, Coenzym Q sowie ein Vitamin B
Komplexpräparat einnehmen. Der Bedarf an Magnesium ist mit 400
bis 600 mg ist bei Freizeit und Leistungssportler erhöht. Die
Kalziumzufuhr sollte bei 1200 bis 1500 mg pro Tag liegen, die
Eisenzufuhr bei 15 bis 30 mg. Bei schweißtreibenden
Sportarten sollte außerdem auf eine ausreichende Kaliumzufuhr
geachtet werden, da man gerade mit dem Schweiß viel Kalium verliert. Bei Bodybuildern ist
außerdem eine ausreichende Zufuhr von Zink, Vitamin B6 sowie
der Aminosäure Arginin, die den Muskelaufbau
unterstützen, empfehlenswert
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Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 03.09.2008
