Fette und Öle
Fette dienen dem Körper wie Kohlenhydrate und Eiweiß zur Energiegewinnung. Fette haben auch unterschiedliche Funktionen im Körper, sie sind Bestandteile der Zellmembran und Grundsubstanzen für die Produktion von bestimmten körpereigenen Stoffen, wie z.B. Hormone oder Eicosanoiden (Prostaglandine, Leukotriene, Prostazykline und Thromboxane), die unterschiedliche Wirkung auf die Organ- und Stoffwechselfunktion ausüben
Energiegehalt
Fett ist sehr energiereich und enthält 9 kcal/g bzw. 38 kJ/g.
Damit hat 1 Gramm Fett doppelt soviel Kalorien wie Kohlenhydrate
oder Eiweiß und ein Drittel mehr Kalorien als reiner
Alkohol.
Unsere Nahrungsmittel enthalten einen unterschiedlichen Anteil an
Fett. Pflanzliche Nahrungsmittel sind im allgemeinen relativ
fettarm. Nüsse und Samen stellen dabei eine Ausnahme dar, so
enthält zum Beispiel die Macadamianuss 73 g Fett pro 100
Gramm. Tierische Nahrungsmittel sind bis auf diese Ausnahmen
fettreicher als pflanzliche, da Tiere Energie in Form von Fett
speichern können.
Neben den sichtbaren Fetten in der Nahrung wie der Fettrand am
Steak, finden sich häufig auch versteckte Fette. So
können Wurst- sowie Käsewaren viel Fett enthalten und
auch die Schokolade ist mit 30 Gramm Fett pro 100 Gramm sehr
fettreich.
Der Anteil Fett in der Nahrung sollte insgesamt bei ca. 20 bis 30
Prozent der Gesamtkalorienzufuhr am Tag liegen.
Ohne Fett schmeckt es halb so gut
Fett dient der Nahrung als Geschmacksträger und sorgt für
einen angenehmen, sahnigen Geschmack. Fettreduzierte Light-Produkte
sind häufig weniger cremig, etwas trockener und bieten oft
nicht das gleiche Geschmackserlebnis. Mittlerweilen gibt es viele
fettreduzierte Produkte, die mit Hilfe von Zusatzstoffen in dem
Geschmack und Konsistenz verbessert wurden und gute Alternativen zu
den fettreichen Milch-, Käse- und Wurstwaren darstellen. Es
gibt außerdem verschiedene Möglichkeiten selbst Fett einzusparen, etwa durch eine
etwas andere Zubereitung der Nahrung.
Gute und schlechte Fette
Fettreiche Ernährung
kann nicht nur zu Übergewicht
führen, sie ist auch ein wesentlicher Risikofaktor für
Wohlstandserkrankungen wie Diabetes mellitus,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlaganfälle.
Fett ist aber nicht gleich Fett. Man unterscheidet gesättigte
von ungesättigten Fetten, die eine unterschiedliche chemische
Struktur aufweisen. Bei den gesättigten Fette sind alle
Kohlenstoffe an Wasserstoffe gebunden, sie werden schnell hart und
trüb. Butter, Margarine oder Schmalz enthalten
überwiegend gesättigte Fettsäuren. Bei den
ungesättigten Fetten sind nicht alle Kohlenstoffe an
Wasserstoff gebunden und sie bleiben länger klar und
flüssig. Die ungesättigten Fette kann man in einfach
ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren
unterschieden. Reich an ungesättigten Fettsäuren sind
Pflanzenöle wie Olivenöl, Erdnussöl,
Sonnenblumenöl oder Sojaöl.
Übermäßiger Verzehr von Nahrung, die reich an
gesättigten Fetten ist, erhöht das Risiko für
Arteriosklerose und daraus resultierenden Folgeerkrankungen wie
Herzinfarkt oder Schlaganfall, sowie das Krebsrisiko für z.B.
Prostata- oder Darmkrebs.
Ungesättigte Fette, insbesondere die mehrfach
ungesättigten Fette, sind auf der anderen Seite sehr
empfindlich und können bei unsachgemäßer Lagerung
und starkem Erhitzen in giftige Stoffe umgewandelt werden, die die
Körperzellen schädigen. Deshalb sollten diese Fette immer
kaltgepresst und an einem
kühlen dunklen Ort aufbewahrt werden. Zum Braten und
Dünsten empfiehlt es sich lieber Öle zu verwenden, die
reich an einfach ungesättigten Fetten sind wie Oliven- oder
Erdnussöl, und die eher mehrfach ungesättigten Öle
wie Distel-, Sonnenblumen- oder Sojaöl lieber kalt für
Salatsaucen zu benutzen.
Manche Fette sind lebensnotwenig für den
Körper
Fette liefern nicht nur Energie, sondern sind auch Bestandteile
unseres Körpers. Die meisten Fette kann der Körper selber
aufbauen, es gibt aber einige, die so genannten essentiellen
Fettsäuren, die man mit der Nahrung zuführen muss, weil
der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Es handelt sich
dabei um Linolensäure und Linolsäure, die im Körper
zu Eicosanoiden umgewandelt werden, das sind hormonähnliche
Substanzen, die unter anderem für das Zellwachstum- und
-regulation wichtig sind. Reich an Linolensäure sind
Sojabohnen, Walnüsse, Leinsamen
und Weizenkeime sowie die daraus hergestellten Öle.
Pflanzenöle, insbesondere Mais-, Distel-, Sojabohnen- und
Sesamöl, sind linolsäurehaltig. Linol- und
Linolensäure gehört in die Gruppe der Omega-3- und
Omega-6-Fettsäuren, die für den Körper sehr wichtig
sind. Linolensäure kann im Körper auch zu den anderen
Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA umgewandelt werden. Der Prozess
ist aber von verschiedenen Faktoren abhängig und wenig
effektiv. Deswegen empfiehlt es sich, auf eine ausreichende Zufuhr
der essentiellen Omega-3-Fettsäuren aus der Nahrung zu
achten, wie zum Beispiel durch regelmäßigen Verzehr von
den fetteren Seefischen Lachs, Makrele, Hering oder Thunfisch.
Kalt gepresstes Öl
Kalt gepresstes Öl, auch als kalt geschlagen oder nativ bezeichnet, ist im Gegensatz zu raffiniertem Öl weitgehend naturbelassen. Deswegen wird es oft als wertvoller oder gesünder betrachtet.
Herstellung von kalt gepresstem Öl
Nach der Ernte werden die Rohstoffe (ölreiche Samen oder
Früchte wie unter anderem Oliven, Distel- und Leinsamen)
zuerst zerkleinert und anschließend leicht gedämpft. Im
nächsten Schritt wird das Öl ohne Wärmeeinwirkung
und ohne die Hilfe von chemischen Zusätzen heraus
gepresst.
Kalt gepresstes
Öl - die
Ausbeute
Die Ergiebigkeit dieses Verfahrens ist
verhältnismäßig gering, was mit entsprechend hohen
Preisen bezahlt werden muss. Um die vollwertige Qualität zu
erhalten, ist es wichtig, das Öl in dunkle Flaschen
abzufüllen und kühl zu lagern.
Kalt gepresstes Öl - die Nachteile
Die Haltbarkeit kalt gepresster Speiseöle gegenüber den
raffinierten Ölen ist im Allgemeinen verkürzt. Die
meisten kalt gepressten Öle, wie zum Beispiel
Weizenkeimöl, Distelöl, Leinöl, Sesamöl und
Walnussöl sollten ausschließlich in der kalten
Küche (Salate) verwendet werden. Selbst ein Erhitzen des
Öls beim Dünsten, wo Temperaturen von 90 bis 100° C
entstehen, ist nicht zu empfehlen, weil dabei unangenehme Geruchs-
und Geschmacksstoffe entstehen.
Kalt gepresstes
Öl - die
Vorteile
Kalt gepresste Öle sind weniger verarbeitet als raffinierte
Öle. Das bedeutet, es wurde weniger Energie verbraucht, und es
wurden bei der Herstellung weniger Hilfsstoffe verwendet. Das
Öl ist "natürlicher" oder "naturbelassener".
Kalt gepresste Öle enthalten von sich aus mehr Vitamine
(A und E) als raffinierte Öle. Sie haben einen
eigenen Geschmack und Geruch, was ihnen eine besondere Note
verleiht. Das Aroma von kalt gepresstem Olivenöl hängt -
ähnlich wie bei Wein - vom Anbauort und vom Jahrgang ab.
Für Erwachsene:
Tipps zum Fettsparen
Für Babys: Öl in der
Beikost
Raffiniertes Öl
Raffiniertes Öl - die Herstellung
Nach der Ernte werden die Rohstoffe (ölreiche Samen oder
Früchte wie unter anderem Raps, Oliven, Maiskeime) zuerst
zerkleinert, dann geröstet oder gedämpft. Im
nächsten Schritt wird das Öl entweder heraus gepresst
oder mit Hilfe von Lösungsmitteln extrahiert (heraus
gelöst / gefiltert). Beides geschieht unter
Hitzeeinwirkung.
Warmpressung und Extraktion haben einen Nachteil: Das so gewonnene
Öl enthält übel schmeckende und schlecht riechende
Stoffe, die durch ein Reinigungsverfahren wieder entfernt werden
müssen. Dieses Verfahren ist die Raffination.
Raffination
Bei der Raffination werden in mehreren Schritten zunächst
pflanzliche Trüb- und Schleimstoffe entfernt, danach freie
Fettsäuren (Diese verursachen einen säuerlichen,
kratzenden Geschmack.) und danach ein Überschuss an dunklen,
natürlichen Farbstoffen. Die Entfernung der unerwünschten
Geschmacks- und Geruchsstoffe erfolgt anschließend durch
Wasserdampf.
Im Verlauf der verschiedenen Schritte der Raffination werden auch
Schwermetalle, Pilzgifte und Rückstände von
Pflanzenschutzmitteln und Lösungsmitteln entfernt.
Raffiniertes Öl - die Ausbeute
Durch Warmpressung oder Extraktion ist die Ausbeute
größer als durch Kaltpressung. Deshalb kann
raffiniertes Öl verhältnismäßig billig
verkauft werden.
Raffiniertes Öl - die Nachteile
Durch die Raffination verringert sich der Gehalt an Pro-Vitamin A und Vitamin E, und das Öl wird nahezu
geruchs- und geschmacksneutral. Letzteres kann jedoch auch als
Vorteil gesehen werden, ja nachdem wozu das Öl verwendet
werden soll und wie die persönlichen Vorlieben sind. Die
Vitamine werden bei vielen Ölen nachträglich wieder
zugesetzt.
Raffiniertes Öl - die Vorteile
Schwermetalle, Pilzgifte und Rückstände von
Pflanzenschutzmitteln werden entfernt. Rückstände von
Pflanzenschutzmitteln kann man allerdings auch umgehen, indem man
Öl aus ökologischer / biologischer Erzeugung kauft, denn im
ökologischen Landbau sind chemische Pflanzenschutzmittel
verboten. Raffinierte Öle sind hitzestabiler, haltbarer und
relativ geschmacksneutral.
Für Erwachsene:
Tipps zum Fettsparen
Für Babys: Öl in der
Beikost
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren- wichtig für den Körper
Fett ist nicht gleich Fett - gesättigte Fettsäuren, die z.B. in Margarine, Wurst und Käse vorkommen, können in Übermaß genossen negative Auswirkungen auf den Körper ausüben und beispielsweise die Arterienverkalkung fördern. Von der großen Gruppe der ungesättigten, essentiellen Fettsäuren, spielen die Omega-3-Fettsäuren eine bedeutende Rolle für unseren Organismus. Omega-3 Fettsäuren sind unter anderem ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen.
Unser Organismus kann diese langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht selbst herstellen. Deshalb müssen wir Omega-3-Fettsäuren in ausreichender Menge mit der Nahrung aufnehmen. Omega-3-Fette werden, anders als die meisten anderen Nahrungsbestandteile, unverändert von den Körperzellen aufgenommen und direkt in die Zellmembranen eingelagert. Je mehr Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung stehen, umso besser können die Zellen ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen. In Deutschland liegt die Aufnahme Omega-3-Fettsäuren, die in hoher Konzentration in fetten Fischen enthaltenen sind, weit unterhalb der Empfehlung der DGE.
Unterstützende Wirkung bei vielen Erkrankungen
Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil aktiver Ernährungsforschung und haben in den letzten Jahren immer mehr an wissenschaftlichem Interesse gewonnen. Es liegen insgesamt über 9.000 Studien über den Verzehr von Omega-3-Fettsäuren in der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten vor. Zahlreiche Untersuchungen beschäftigen sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung der Omega-3-Fettsäuren. Dabei beschränkt sich ihr Wirkungsfeld nicht nur auf die positive
Beeinflussung von Arteriosklerose und koronarer Herzkrankheit (KHK), sondern auch auf die unterstützende Behandlung bei Allergien, Rheumatischen Erkrankungen, Psoriasis und Asthma.
Vorkommen der Omega-3-Fettsäuren
Zu den Omega-3-Fettsäuren zählen alpha-Linolensäure (C 18:3), Eicosapentaensäure (EPA; C 20:5) und Docosahexaensäure (DHA; C 22:6).
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Alpha-Linolensäure stammt aus pflanzlichen Quellen. Sie ist in grünem Blattgemüse, zum Beispiel Spinat und Salat, sowie in Pflanzenölen wie Lein-, Raps- und Walnussöl, enthalten.
Die Alpha-Linolensäure kann selber in EPA und DHA umgewandelt werden, die Umwandlungsprozesse sind aber langsam und wenig effizient.
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Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA kommen hauptsächlich in fettreichen Seefischen aus kalten Gewässern wie Sardine, Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele vor, sowie auch in einigen Meeresalgen. EPA und DHA werden deshalb auch als marine Omega-3-Fettsäuren bezeichnet.
Welche Folgen kann ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren haben?
Wenn der Körper auf Dauer zu wenig Omega-3-Fettsäuren aufnimmt oder aber der Bedarf durch Krankheiten, Wachstum, Verdauungsstörungen steigt, können sich Mangelerscheinungen und auch Krankheiten entwickeln. Neben einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma, andere entzündlichen Erkrankungen und Allergien, kann eine trockene schuppige Haut, Ekzeme bei Kindern, eine verminderte Sehkraft, hohen Blutdruck, Unfruchtbarkeit und auch neurologische Störungen wie ADS begünstigt werden.
Wie viel Omega-3-Fettsäure ist nötig?
Täglich sollten 0,5% der zugeführten Energie aus Omega-3-Fettsäuren stammen. Experten empfehlen die Aufnahme von 300 bis 400 mg langkettiger mariner Omega-3-Fettsäuren pro Tag, dieses entspricht zwei Fischmahlzeiten pro Woche oder täglich 30 bis 40 g Fisch (empfehlenswert ist fetter Fisch). In der Schwangerschaft und Stillzeit liegt der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren um bis zu 250 mg höher als normal.
Die pro Kopf in Deutschland verzehrte Fischmenge liegt nur bei knapp 8 Kilogramm pro Jahr. Um eine ausreichende und dauerhafte Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten, ist eine Verwendung von Fischöl- oder Algenöl-Präparaten ratsam. Es ist empfehlenswert, hochwertige Produkte aus der Apotheke (wie beispielsweise Ameu) zu verwenden. Diese unterliegen speziellen Qualitätsanforderungen und enthalten eine festgelegte Menge an Omega-3-Fettsäuren. Zudem sind sie rückstandskontrolliert. Bei Einnahme von hochdosierten Fischölkapseln sollte auch auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin E geachtet werden, das vermehrt verbraucht wird.
Linolensäurereiche Öle wie Weizenkeim-, Walnuss-, Leinsamen- aber auch Olivenöl sind linolsäurereichen Ölen vorzuziehen. Verwenden Sie für Salate naturbelassene, pflanzliche Öle, die einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben. Diese Fette sollten jedoch nicht erhitzt werden! Zum Braten in der Pfanne eignet sich am besten Kokos- oder Palmfett, das hoch erhitzbar ist. Meiden sollten Sie auf jeden Fall gehärtete Fette, so genannte Trans-Fette, und erhitzte Fette.
Vielfach werden Omega-3-Fettsäuren heutzutage bestimmten Lebensmitteln wie speziellen Broten, Säften oder Schokoriegeln zugesetzt. Die darin enthaltene Menge an Omega-3-Fettsäuren ist in der Regel nicht ausreichend hoch, um den Bedarf des Körpers zu decken.
Wirkung der Omega-3-Fettsäuren
Eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren ist für die Gesundheit und Prävention von bestimmten Erkrankungen wie zum Beispiel Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Allergien, entzündlichen und rheumatische Erkrankungen aber auch für Wachstum und Entwicklung sehr wichtig. Bei einigen Erkrankungen kann durch die unterstützenden Einnahme von hochdosierten Omega-3-Fettsäuren die Beschwerden und das Risiko für Komplikationen vermindert werden. Das Krebsrisiko durch hohe Zufuhr von gesättigten und Omega-6-Fettsäuren kann durch die hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren gesenkt werden. In Tierversuchen hat Omega-3 Fettsäuren auch einen hemmenden Effekt auf das Krebszellenwachstum.
Onmega-3 reiche Ernährung beugt
Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor
In der Mitte des letzten
Jahrhunderts stellten Wissenschaftler fest, dass bei Eskimos nur
selten Herz-Kreislauferkrankungen auftraten, obwohl diese sich sehr
fettreich ernährten und kaum frisches Obst und Gemüse zu
sich nahmen. Studien zeigten, dass der Grund für dieses
Paradoxon in dem hohen Anteil mariner Omega-3-Fettsäuren in
der Nahrung der Eskimos liegt. Weitere Studien zeigten, dass eine
regelmäßige Aufnahme von fettem Fisch, beziehungsweise
Fischöl, über mehrere Jahre das Risiko einer kardiovaskulären
Erkrankung z.B. in Form einer Arteriosklerose signifikant verringerte. Die hochdosierte Einnahme
von 1 Gramm Omega-3-Fettsäuren konnte das Auftreten von
Herzrhythmusstörungen und das Risiko für einen
plötzlichen Herztod und Reinfarkt nach Herzinfarkt deutlich reduzieren.
Senkung von Cholesterin und Triglyceride und
Bluthochdruck
Omega-3-Fettsäuren wirken sich
günstig auf einen erhöhten Cholesterin- und Triglyceridspiegel aus. Sie senken das
Gesamtcholesterin sowie das schlechte LDL und führen zum
Anstieg des "guten", die Blutgefäße schützenden,
HDL-Cholesterins. Unter der Zufuhr von 1-2 Gramm
Omega-3-Fetsäure zeigte sich in verschiedenen Studien eine
Senkung der Triglyceridwerte im Blut um 20 bis 30%.
Bei erhöhten Blutdruckwerten
ist ein senkender Effekt durch die Einnahme von
Omega-3-Fettsäuren bekannt. Untersuchungen belegen, dass
entweder drei Fischmahlzeiten pro Woche über mindestens acht
Monate oder aber die Einnahme von drei Gramm Lachsöl
täglich sowohl den systolischen als auch den diastolischen
Blutdruck senken können.
Omega-3-Fettsäuren verbessern aber auch die Elastizität
der Erythrozyten damit die Durchblutung. Außerdem beugen sie
Thrombosen vor und wirken entzündungshemmend.
Antientzündliche Wirkung bei rheumatischen und
entzündlichen Erkrankungen
Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende
Eigenschaften. Für viele Entzündungsprozesse sind
körpereigene Substanzen, wie zum Beispiel Prostaglandine und
Leukotriene, mitverantwortlich. Omega-3-Fettsäuren verringern
die Bildung dieser Stoffe. Diese Eigenschaft werden in der
Behandlung entzündlicher Haut- und Darmerkrankungen sowie von
rheumatischer Beschwerden genutzt.
In vielen Studien konnte durch eine hochdosierte Einnahme von Omega -3-Fettsäuren bei rheumatoider Athritis ergänzend zu der Standardtherapie die typischen rheumatischen Beschwerden Schmerz, Entzündungen, Gelenkschwellungen und Morgensteifheit erheblich gebessert werden.
Hautekzeme und Allergien
Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren eignet sich als
Ergänzung zur herkömmlichen Therapie von chronischen
Hauterkrankungen und Ekzemen, insbesondere Schuppenflechte
(Psoriasis) und Neurodermitis.
Sie verhindern das typische Austrocknen der Haut, dämmen
Entzündungen und Juckreiz ein und schwächen allergische
Reaktionen ab.
Da sich die entzündungshemmende Wirkung der
Omega-3-Fettsäuren erst langsam entfaltet, ist eine
längere kontinuierliche Einnahme erforderlich. Bei Kindern
beispielsweise kann durch einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren
die Entwicklung von Hautekzemen begünstigt werden.
Auch die Entstehung von Allergien wird mit einer chronischen
Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren in Verbindung
gebracht.
Entzündliche Darmerkrankungen
In der Behandlung chronisch-entzündlicher
Darmerkrankungen, vor allem der "Colitis ulcerosa", konnten
durch die Gabe hoher Dosen Omega-3-Fettsäuren beachtliche
Erfolge erzielt werden. Omega 3 Fettsäuren erhöhen die
Produktion von Eicosanoiden, und vermindern so die
Entzündungsreaktion im Darm. Bei vielen Patienten gingen
Koliken, Bauch- und Unterleibsschmerzen sowie Durchfälle
deutlich zurück. Außerdem verringerte sich die
Rückfallhäufigkeit, die beschwerdefreien Phasen hingegen
verlängerten sich und die Lebensqualität der Patienten
stieg.
Omega-3-Fette fördern die Intelligenz und das
Sehvermögen des Babys
Wissenschaftler empfehlen, in Schwangerschaft und Stillzeit viel
Seefisch und Meeresfrüchte zu verzehren, da die darin
enthaltenen Omega-3-Fettsäuren die kortikale und neurale
Entwicklung des Babys fördern. Außerdem - so die
Wissenschaftler - sei es wünschenswert, wenn Babynahrung
generell mit DHA angereichert würde.
Verzehrt eine werdende Mutter viel Seefisch, wirkt sich dies
positiv auf das Baby aus. Nach Angaben des Münchener
Professors Berthold Koletzko und einer britischen
Hirnforschergruppe erzielten Einjährige, die mit DHA-reicher
Babynahrung (Muttermilch oder Fertigmilch) gefüttert worden
waren, in einem einfachen Intelligenz- und Sehtest deutlich bessere
Ergebnisse als die Vergleichsgruppe mit DHA-armer Kost.
Auch nach der Geburt sollte diese Versorgung aufrechterhalten
werden, wo bei es genügt, wenn die Mutter ausreichende Mengen
Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, da sich diese in der
Muttermilch anreichern und der Säugling auf diesem Wege diese
essentiellen Nährstoffe erhält. Im übrigen
fördern Omega-3-Fettsäuren auch beim Erwachsenen die
Hirnleistung, weil sie die allgemeine Durchblutung verbessern und
dem Gehirn mehr Sauerstoff zugeführt wird.
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 07.04.2008
