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FSME: Risikogebiete 2013


Frühsommer-Meningoenzephalitis

FSME: Risikogebiete 2013


fsme Jedes Jahr im Frühjahr wird das Thema Zecken wieder aktuell – schließlich startet dann die „Saison“ der kleinen Spinnentiere, die die gefürchtete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können. Allerdings ist die Infektionsgefahr von Region zu Region unterschiedlich und kann auch infolge klimatischer Einflüsse variieren. Daher veröffentlich das Robert-Koch-Institut jährlich eine Karte, die die aktuellen Risikogebiete ausweist.  

Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) handelt es sich um eine Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen, die mit einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute einhergeht. Sie wird durch das FSME-Virus ausgelöst, das durch einen Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen übertragen werden kann. In Deutschland ist vor allem der „Gemeine Holzbock“, eine bestimmte Art der Schildzecken, als häufiger Überträger des FSME-Virus bekannt. In den sogenannten Endemiegebieten sind bis zu 5 Prozent der Zecken mit dem Virus infiziert.

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Risikogebiete der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) 

Insgesamt werden in Deutschland 141 Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Baden-Württemberg und Bayern sind die wichtigsten Verbreitungsgebiete der Zecken, die den FSME-Virus in sich tragen – dementsprechend ist der Süden Deutschlands das größte zusammenhängende Risikogebiet. Des Weiteren zählen auch Landkreise in Hessen (v. a. Südhessen), Rheinland-Pfalz, Thüringen und im Saarland zu den Risikogebieten. Gut zu wissen: Auch Österreich, Polen, Ungarn, Finnland, Slowenien und andere europäischen Länder sind betroffen. Nur Einzelfälle der FSME werden dagegen aus Frankreich, Griechenland und Italien gemeldet.

Wann ist „Zeckensaison“?

Viele Zeckenarten wie etwa der Gemeine Holzbock vertragen weder längere Kälteperioden noch direkte Sonneneinstrahlung. Zudem sind sie meist auf eine gewisse Luftfeuchtigkeit angewiesen. Dementsprechend beginnt die „Zeckensaison“ im Frühjahr und dauert über den Sommer hinweg bis in den Herbst hinein an. Aber auch in milden Wintern sind Infektionen möglich. Aufgrund ihrer klimatischen Ansprüche sind Zecken meist in Wäldern zu finden, wo sie sich bevorzugt im hohen Gras, Gebüsch oder auch auf losem Laub aufhalten.

FSME-Impfung: Expertenempfehlungen 

Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts rät Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und durch ihren Beruf oder ihre Freizeitaktivitäten gegenüber Zecken ausgesetzt sind, zu einer Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Ob bei einer Auslandsreise eine FSME-Impfung empfehlenswert ist, sollte im Einzelfall im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung geklärt werden. Grundsätzlich sollten jedoch die allgemeinen Empfehlungen zur Vermeidung von Zeckenstichen (z. B. Repellents und helle Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt) und zum Verhalten nach einem Zeckenstich befolgt werden.


Quelle: Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts




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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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