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Untersuchungen vor der Gallenoperation

Ehe eine Gallensteinoperation durchgeführt wird, müssen durch Voruntersuchungen andere Erkrankungen des Bauchraumes ausgeschlossen werden. Das erfolgt über die genaue Erhebung der Krankengeschichte.

Die ermittelten Laborwerte aus einer Blutabnahme können schon Hinweise auf mögliche Besonderheiten geben.

Das Röntgenbild der Lunge wird meist nur bei Patienten ab 45 Jahren angefertigt, um Lunge und Herzgröße zu beurteilen.

Das EKG wird aber bei Erwachsenen routinemäßig gemacht, um Herzprobleme auszuschließen.

Es wird eine Ultraschalluntersuchung gemacht, um einmal die Gallensteine zu bestätigen, aber auch, um die Weite des Hauptgallengangs darzustellen und einen Galleaufstau in die Leber auszuschließen, was auf einen Gallengangsstein (Choledocholithiasis) hinweisen könnte.

Die Magenspiegelung schließt eine entzündliche Veränderung oder ein Geschwür von Magen oder Zwölffingerdarm aus. Außerdem kann in den meisten Fällen auch ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie) ausgeschlossen werden, der ähnliche Beschwerden hervorrufen kann wie Gallensteine.

Weitere Untersuchungen zur Darstellung der abführenden Gallewege können deren Darstellung mittels Magnetresonanz-Cholangiographie oder venöser Cholangiographie sein. Seltener ist eine Computertomographie oder auch eine Darmspiegelung zum Ausschluss einer Darmerkrankung.


Gallengangsspiegelung

Die Gallengangsspiegelung wird angewendet, wenn aufgrund der Ultraschalluntersuchung und der Laborwerte (Blutwerte) ein Verdacht auf einen Stein im Gallengang besteht.

Dabei wird ähnlich wie bei einer Magenspiegelung vorgegangen: Ein 8 mm dicker "Schlauch" wird durch die Speiseröhre bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Dann sucht der Arzt die Mündung des Gallengangs auf und betrachtet ihn mit Hilfe eines noch kleineren Endoskops, das durch den Arbeitskanal geführt wird. Auf diese Weise kann er Gallengangssteine oder andere Hindernisse sicher erkennen. Diese Methode ist dann vorteilhaft, wenn der Verdacht auf einen Gallengangstumor besteht, weil auf diesem Weg Gewebeproben gewonnen werden können.
Es auch gibt die Möglichkeit mit kleinen faltbaren Körbchen Gallengangssteine zu bergen oder mit einem Ultraschallgerät zu zertrümmern und herauszuspülen.
Eine weitere Möglichkeit ist das Einspritzen von Röntgenkontrastmittel, das unter Röntgendurchleuchtung durchgeführt wird. Dabei werden die Gallengänge sichtbar.

Der Vorteil der Gallengangsspiegelung ist in erster Linie die direkte Sicht und, dass mit Hilfe spezieller Greifinstrumente eventuelle Hindernisse und auch Steine gleich aus dem Gallengang entfernt werden können. Steine in der Gallenblase lassen sich damit allerdings nicht entfernen. Sollten sich Steine in der Gallenblase befinden, muss einige Tage später operiert werden.


Kernspintomografie der Galle mit Kontrastmittel

Die Kernspintomografie ist eine neue und wenig belastende Methode zur Darstellung der Galle und der Gallengänge. Sie ist in der Bevölkerung meist besser bekannt für ihre Möglichkeiten bei Knie- und Schulterbeschwerden.

Zur Darstellung der Galle wird ein spezielles Kontrastmittel in die Vene gespritzt. Das anschließende Kernspintomogramm lässt dann eine Beurteilung von Steinen im Gallengang zu. Eine gleichzeitige Entfernung der Gallensteine ist damit nicht möglich.

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Röntgenkontrast-Untersuchung der Galle

Die Rön tgenkontrast-Untersuchung der Galle wird heute im Zeitalter von Ultraschall nur noch selten eingesetzt. Dabei wird dem Patienten intravenös Kontrastmittel gespritzt, als Kurzinfusion oder als Tabletten verabreicht. Dieses Kontrastmittel wird besonders gut über die Gallenwege ausgeschieden und kann deshalb im Röntgenbild dargestellt werden. Die anschließend durchgeführten Röntgenbilder des rechten Oberbauchs lassen Gallensteine oder andere Hindernisse im Gallengang oder in der Gallenblase erkennen. Einige Steine enthalten Kalkanteile und sind bereits ohne Kontrastmittel erkennbar. Aber einige Steine sieht man nur als Aussparung im Kontrastmittel. Die Röntgenuntersuchung wird auch häufig dann gemacht, wenn die Gallenblase endoskopisch operiert werden soll. Das liegt daran, dass bei der minimal-invasiven Operationsmethode nicht routinemäßig der Hauptgallengang geröntgt wird, um Gangsteine auszuschließen. Sollte das aber nach einer Operation dennoch der Fall sein, so wird über eine Spiegelung, ähnlich der Magenspiegelung, der Stein entfernt. Diese Untersuchung wird ERC genannt: endoskopische retrograde Cholangiografie. Vom Zwölffingerdarm aus wird die Mündung des Hauptgallengangs aufgesucht und Röntgenkontrastmittel eingespritzt, dass dann den Gallengang rückwärts in Richtung Leber fließt.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 08.04.2008
 
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