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Venöse Gefäßerkrankungen

Venöse Gefäßerkrankungen (Erkrankungen der Venen) sind meist weniger gefährlich als die arteriellen Gefäßerkrankungen. So genannte Rücktransportstörungen durch erkrankte Venen können zwar zu erheblichen Beschwerden wie Schmerzen und Stauungsproblemen führen, es kommt jedoch selten zu einer endgültigen Gewebeschädigung im Bereich der erkrankten Venen.
Eine Gefahr stellt allerdings die Bildung einer Thrombose in tief gelegenen Bein- und Beckenvenen dar.

Krampfadern
Die bekannteste venöse Erkrankung (Venenkrankheit) sind die Krampfadern im Bereich der Beine. Sie führen zu Störungen beim Rücktransport des Blutes zum Herzen.

Ursache der venösen Gefäßerkrankungen
Während bei den arteriellen Gefäßerkrankungen die Hauptursache in einer Verengung der Gefäße liegt, liegt die Hauptursache bei Erkrankungen im venösen Gefäßgebiet in einer Erweiterung der Gefäße. Im gesunden Zustand gibt es im Bereich der Venen zahlreiche so genannte Venenklappen, die die Strömung des Blutes nur in der gewünschten Richtung innerhalb der Vene zulassen, nämlich in Richtung zum Herzen. Wenn es zu einer Erweiterung der Venen kommt, können die Venenklappen nicht mehr dicht schließen und ihre Ventilfunktion erfüllen, so dass das Blut nur noch verzögert vorankommt. Durch den erhöhten Druck neigen die Venengefäße dazu, sich noch mehr zu erweitern. Die erweiterten Venen zeigen sich dann - oft deutlich sichtbar - als so genannte Krampfadern im Bereich des Beines.
Im Bereich von Venenerkrankungen kann es auch zu Entzündungen der Venenwände (Thrombophlebitis) kommen. Soweit die oberflächlichen Venen betroffen sind, liegt meist keine unmittelbare Gefährdung für den Patienten vor. Riskanter wird es, wenn die tiefer liegenden Venen betroffen sind und sich größere Blutgerinnsel, so genannte Thromben bilden (Stichwort Phlebothrombose).

Wo kommen venöse Gefäßerkrankungen vor?
Es gibt venöse Gefäßerkrankungen in allen Bereichen des Körpers. Bei den venösen Gefäßerkrankungen stehen die Bein- und Beckenvenen ganz im Vordergrund, im Gegensatz zu den arteriellen Gefäßerkrankungen, die viel mehr Organe betreffen können.
Selten sind Gefäße im Inneren des Schädels betroffen. Das venöse Blut des Gehirns wird in den Blutgefäßen gesammelt, die zwischen Gehirn und Schädelknochen liegen (so genannte Sinusgefäße). Durch entzündliche oder durch anlagebedingte Erkrankungen kann es hier zu Blutungen oder Durchblutungsstörungen kommen, in wenigen Fällen zu einer so genannten Sinusthrombose.

Chronische venöse Insuffizienz
Krampfadern (Varizen)
Offenes Bein (Ulcus cruris)
Phlebothrombose
Postthrombotisches Syndrom
Thrombophlebitis
Thrombose

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 23.03.2012
 
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