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Hammerzehe

Der Hammerzeh (med. Digitus malleus) ist eine Fehlbildung des Fußes, bei welcher statt der Zehenbeere die Zehenkuppe auf dem Boden aufliegt. Ursache ist eine Streckfehlstellung des Zehengrundgelenks und eine Fehlstellung des mittleren Zehengelenks oder Endgelenks, das durch Sehnenverkürzung und Gelenkkapselschrumpfung in eine Beugestellung gezwungen ist. An Hammerzehen bilden sich leicht Hühneraugen und starke, schmerzhafte Verhornungen über dem Mittelgelenk und an der Zehenkuppe, da der Platz im Schuh fehlt und das Fettpolster des Endglieds an der Zehenkuppe nicht so ausgeprägt ist.
Erreicht die Zehenkuppe nicht den Boden, spricht man von einer Krallenzehe oder Klauenzehe (Digitus flexus).

Mögliche Ursachen

  • Begleiterscheinungen von Fußfehlstellungen, besonders bei Spreizfuß und Hohlfuß

  • zu kurze, zu enge und zu hochhackige Schuhe

  • Folge eines Zehenbruchs

Die Behandlung
einer Hammerzehe erfolgt wie bei der Klauenzehe einerseits konservativ mit bequemeren Schuhen, abpolstern der Druckstellen oder spezielle Schienen und Einlagen, andererseits operativ.
Dabei werden bei noch beweglichen Gelenken die verkürzten Sehnen und Kapselanteile entsprechend verlängert und auch der Mittelfußknochen gekürzt.
Bei versteiften Gelenken wird das Köpfchen des Zehengrundglieds entfernt, so dass die Zehe wieder gerade ist. Um das Ergebnis zu halten, wird ein Draht für etwa drei Wochen eingelegt. Die Nachbehandlung erfolgt gipsfrei im Spezialschuh. Insgesamt kann die Heilung mehrere Wochen dauern.

Fehlstellungen der Füße

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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