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Hausapotheke

Die Medikamente der Hausapotheke sollten regelmäßig auf ihre Haltbarkeit überprüft werden - auch homöopathische Präparate

Die Medikamente der Hausapotheke sollten regelmäßig auf ihre Haltbarkeit überprüft werden - auch homöopathische Präparate
(Quelle: BananaStock)

Hausapotheke bezeichnet eine Zusammenstellung aller wichtigen Medikamente und Verbandmittel im Haushalt, die bei Verletzungen und Beschwerden sowie für die Erste Hilfe in Notfall schnell verfügbar sein müssen.


Was gehört in die Hausapotheke?

Die Hausapotheke sollte verschiedene Verbandsmaterialien, Medikamente und Hilfsmittel beinhalten.

Verbandmittel

  • Verbandmull: Kompresse zur Blutstillung und Abdeckung frischer Wunden (steril und unsteril erhältlich)
  • Mullbinden: unsteriles Verbandmittel zur Befestigung des Verbandmulls
  • Verbandpäckchen: sterile Kombination aus Verbandmull und Mullbinde für eine schnelle Erstversorgung von Wunden mittlerer Größe
  • Elastische Binden: zur Stützung von Gelenken und Bändern beispielsweise nach Zerrungen
  • Heftpflaster: zur Befestigung von Verbänden
  • Wundschnellverbände (Pflaster): für kleine Wunden
  • Brandwunden-Verbandpäckchen: sterile Verbandtücher für Verbrennungen
  • Dreiecktuch: für verschiedene Anwendungen, beispielsweise als Armtragetuch
  • Verbandschere
  • Sicherheitsnadeln
  • Verbandklammern

Hilfsmittel

  • Einmal-Handschuhe
  • Pinzette
  • Wattestäbchen
  • Mundspatel aus Holz
  • Wärmflasche
  • Heiß-Kalt-Kompressen
  • Fieberthermometer
  • Zeckenzange
  • Erste Hilfe-Anleitung
  • Notfallnummern

Medikamente

  • Desinfektionsmittel
  • Schmerzmittel
  • Husten- und Schnupfenmittel
  • Grippemittel
  • Fiebersenkende Mittel
  • Mittel gegen Halsbeschwerden (Gurgellösung oder Pastillen)
  • Wund- und Brandgel
  • Mittel gegen Insektenstiche
  • Mittel gegen Sonnenbrand
  • Kamillen- oder Arnikalösung
  • Kreislaufmittel

Für Kinder

  • Mittel gegen Zahnungsbeschwerden und Blähungen
  • Kleinkinder-Nasentropfen
  • Salbe gegen Wundsein
  • Zäpfchen gegen Fieber
  • Kinderfieberthermometer
  • Anleitung zur Ersten Hilfe bei Kindern

Wie und wo sollte die Hausapotheke aufbewahrt werden?

Die Hausapotheke enthält Medikamente, die verderblich sind und für Kinder gefährlich sein können. Daher sollte die Hausapotheke möglichst an einem kühlen, trockenen, dunklen Ort aufbewahrt werden und für Kinder unzugänglich sein. Kinder sollten aber immer die Möglichkeit haben, an ein Pflaster zu gelangen.

Nicht zu empfehlen ist das Bad, da es dort sehr feucht ist. Auch Sonnenstrahlung oder Heizungswärme ist bei der Lagerung zu vermeiden. Ideal ist ein verschließbares Schränkchen. Eine Hausapotheke in Form einer Tasche oder eines Koffers sollte an einem festgelegten Platz aufbewahrt werden, sodass sie bei Bedarf schnell zur Hand ist.


Was gibt es noch bei der Hausapotheke zu beachten?

  • Regelmäßige Überprüfung der Hausapotheke auf Vollständigkeit, Haltbarkeit, Funktionalität und Hygiene.
  • Beachtung von Aufbewahrungsvorschriften und Haltbarkeitsdaten. Im Zweifel immer aussortieren und ersetzen oder Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten. Medikamente gehören nicht in den Hausmüll, sondern können in Apotheken abgegeben werden.
  • Verschreibungspflichtige Medikamente sollten nur für die Dauer der Therapie von der betroffenen Person eingenommen werden. Keine Einnahme ohne ärztliche Rücksprache!
  • Beachtung von Einnahmevorschriften und Empfehlungen auch bei frei verkäuflichen Medikamenten.
  • Beschränkung auf Materialien und Medikamente, die wirklich im Notfall gebraucht werden.
  • Notfalladressen und Telefonnummern von Ärzten und Notdiensten (Krankenhausambulanz, Giftnotrufzentrale, Apotheke) bereithalten.

In der Hausarzt-Expertenrat können Sie persönliche Fragen zum Thema direkt an unsere Experten richten.

Quellen:
Merkblatt für die Hausapotheke. Deutscher Apothekerverlag, Stuttgart 2004
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): www.kindergesundheit-info.de (Stand April 2009)
F.A. Brockhaus Gesundheit (Hrsg.): Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus Gesundheit, Leipzig 2006

 

Autor: Christian Emmerling 
Letzte Änderung am: 21.04.2009
 
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