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Hormonspirale

Die Mirena Hormonspirale ist eine Kombination eines hormonellen Empfängnisverhütungsmittels mit einem mechanischen Verhütungsmittel, dem Pessar.

Wirkungsweise
Ein elastischer Kunststoffzylinder, der direkt in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird, enthält das Hormon "Levonorgestrel", ein Gestagen (Gelbkörperhormon), das seit Jahren in vielen empfängnisverhütenden Pillen verwendet wird. Damit ist eine langsame und gleichmäßige Freisetzung des Gestagens direkt in die Gebärmutter gewährleistet, wo es seine Wirkung entfaltet. Die Hormonbelastung des restlichen Körpers ist dadurch sehr gering (ca. 20-mal geringer als bei der Mikropille). Entsprechend besitzt die Hormonspirale weitaus weniger Nebenwirkungen als die Antibabypille. Zur sicheren Fixierung der Hormonspirale in der Gebärmutterhöhle ist der Hormonzylinder mit einem elastischen T-förmigen Gebilde verbunden, ähnlich wie bei anderen kupferhaltigen Spiralen.

Die empfängnisverhütende Wirkung von Mirena beruht auf der lokalen Freisetzung des Gestagens, welches aus dem Hormonzylinder gleichmäßig in die Gebärmutterhöhle abgegeben wird. Durch die Gestagenwirkung verdickt sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals, die Spermien können dadurch nicht mehr in die Gebärmutter eindringen. Die Spermien werden in ihrer Beweglichkeit gehemmt. Das Gestagen vermindert das monatliche Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, damit kann sich eine Eizelle nicht mehr einnisten und die Monatsblutungen verringern sich auf natürliche Weise. Wegen der geringen Hormonmengen bleibt die Funktion der Eierstöcke unter Mirena weitgehend erhalten. Fast alle Frauen haben weiterhin einen Eisprung. Die empfängnisverhütende Wirkung von Mirena beruht im Gegensatz zur Pille nicht auf der Unterdrückung des Eisprungs, sondern auf der lokalen Wirkung der Spirale in der Gebärmutter.

Die Zuverlässigkeit von Mirena ist vergleichbar mit der Antibabypille. Der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft besteht sofort nach dem Einlegen von Mirena. Eine sichere Empfängnisverhütung mit Mirena besteht für fünf Jahre. Mirena kann jederzeit durch die Ärztin entfernt werden. Mirena wird einfach mit den Rückholfäden aus der Gebärmutter gezogen. Bereits zwei Tage später sollte sich die Frau dann wieder gegen ungewollte Schwangerschaft schützen, z.B. mit einem Kondom.

Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für die Mirena Hormonspirale 0,1 bis 0,2.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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