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Initiative Babyfreundliches Krankenhaus

Babyfreundliche Krankenhäuser unterstützen Mutter und Kind beim gemeinsamen Start

Babyfreundliche Krankenhäuser unterstützen Mutter und Kind beim gemeinsamen Start
(Foto: BananaStock)

Die Initiative Babyfreundliches Krankenhaus (Babyfriendly Hospital Initiative BFHI) ist eine gemeinsame Aktion der Weltgesundheitsorganisation WHO und von UNICEF. Das Projekt wurde ursprünglich als Initiative Stillfreundliches Krankenhaus gegründet. Mittlerweile sind die Kriterien zwar umfassender geworden, die Förderung des Stillens ist aber nach wie vor der Schwerpunkt des Vereins. Auch in Deutschland ist die Initiative aktiv - Krankenhäuser, die Mitglied sind, zeichnen sich durch einen besonders guten Service und umfangreiche Betreuung von Mutter und Kind aus. Konkret bedeutet das: Mütter werden in stillfreundlichen Krankenhäusern zum Stillen ermutigt und finden dafür die idealen Bedingungen vor.


Welches Ziel hat die Initiative Babyfreundliches Krankenhaus?
Die "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen"
Welche Leistungen bieten Still- und Babyfreundliche Krankenhäuser noch an?
Welche Krankenhäuser sind Still- und Babyfreundlich?

Welches Ziel hat die Initiative Babyfreundliches Krankenhaus?

Muttermilch ist die beste Ernährung für Babys. Es wird empfohlen, Neugeborene in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich und darüber hinaus neben der Beikost zu stillen. In baby- und stillfreundlichen Krankenhäusern finden Mütter für das Stillen die idealen Voraussetzungen: Die Mitarbeiter sind entsprechend geschult, bieten Hilfestellung beim Stillen und ermutigen Mütter beziehungsweise die Familie, mit dem Neugeborenen (Haut-)Kontakt zu haben und das Stillen in angenehmer Atmosphäre zu beginnen. Darüber hinaus wird keine Werbung für Muttermilchersatz-Produkte gemacht.

Alle diese Maßnahmen sollen die Bereitschaft und Freude am Stillen fördern. Mutter und Kind haben die notwendige Ruhe und Betreuung, die sie brauchen, um einander kennenzulernen.


Still und Babyfreundliche Krankenhäuser halten die "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen" ein

Die "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen", festgelegt von der WHO und unicef, werden von allen von der Initiative Babyfreundliches Krankenhaus ausgezeichneten Krankenhäusern eingehalten. Sie lauten:

Schritt 1: Schriftliche Stillrichtlinien haben, die mit allen MitarbeiterInnen regelmäßig besprochen werden.

Schritt 2: Alle MitarbeiterInnen so schulen, dass sie über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umsetzung der Stillrichtlinien verfügen.

Schritt 3: Alle schwangeren Frauen über die Bedeutung und die Praxis des Stillens informieren.

Schritt 4: Den Müttern ermöglichen, unmittelbar ab Geburt ununterbrochenen Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Baby das erste Mal gestillt wurde.

Schritt 5: Den Müttern korrektes Anlegen zeigen und ihnen erklären, wie sie ihre Milchproduktion aufrechterhalten können, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.

Schritt 6: Neugeborenen weder Flüssigkeiten noch sonstige Nahrung zusätzlich zur Muttermilch geben, außer bei medizinischer Indikation.

Schritt 7: 24-Stunden-Rooming-in praktizieren - Mutter und Kind bleiben Tag und Nacht zusammen.

Schritt 8: Zum Stillen nach Bedarf ermuntern.

Schritt 9:Gestillten Kindern keine künstlichen Sauger geben.

Schritt 10: Die Mütter auf Stillgruppen hinweisen und die Entstehung von Stillgruppen fördern.

Alle stillfreundlichen Krankenhäuser verpflichten sich, diese zehn Schritte einzuhalten.


Welche Leistungen bieten Still- und Babyfreundliche Krankenhäuser noch an?

Neben der "besonderen" Betreuung rund ums Stillen bieten Baby- und Stillfreundliche Krankenhäuser noch eine Reihe weiterer "Vorteile" im Vergleich zu anderen Krankenhäusern.

So wird zum Beispiel das Rooming-in nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern 24 Stunden lang angeboten. Das bedeutet, dass Mütter mit ihren Babys zu jeder Tages- und Nachtzeit zusammen sein können - wenn sie wollen. Auch Väter oder Geschwister haben in vielen stillfreundlichen Krankenhäusern die Möglichkeit, mit der Mutter und dem neuen Baby in einem Familienzimmer zusammen zu sein.

Zahlreiche Beratungsangebote durch geschulte Mitarbeiter stillfreundlicher Krankenhäuser stehen Müttern und Vätern nicht nur zum Thema Stillen zur Verfügung. Auch bei anderen Fragen und Problemen finden sich kompetente Ansprechpartner - auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus.


Welche Krankenhäuser sind Still- und Babyfreundlich?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bereits zahlreiche Krankenhäuser mit dem Titel "Stillfreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

Eine Liste der fast 40 babyfreundlichen Krankenhäuser in Deutschland finden Sie auf der Website der Initiative unter www.babyfreundlich.org. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Initiative Babyfreundliches Krankenhaus.



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Quellen:
Online-Informationen der Initiative Babyfreundliches Krankenhaus: http://www.babyfreundlich.org/ (Stand: März 2009)

 

Autor: Karin Wunder 
Letzte Änderung am: 10.11.2012
 
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