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Knickfuß

Freizeitsportler mit Knickfuß sollten auf Schuhe mit Fußbett achten

Freizeitsportler mit Knickfuß sollten auf Schuhe mit Fußbett achten
(Foto: DAK)

Beim Knickfuß (Pes valgus) handelt es sich um eine Fußfehlstellung, bei der das Bein und die Ferse keine gerade Linie bilden. Stattdessen ist die Ferse um zehn oder mehr Grad nach außen geknickt. Der Knickfuß tritt häufig in Kombination mit dem Platt- und dem Senkfuß auf, weil die Fehlstellung der Ferse zu einem Absenken des Fußlängsgewölbes führt. Die Abgrenzung zum Platt- und Senkfuß verläuft fließend. Meist verursacht der Knickfuß keine Beschwerden, daher muss er nur selten behandelt werden.


Ursachen für einen Knickfuß

Ursache für einen Knickfuß sind schwache Bänder und Sehnen, die die Ferse nicht aufrecht halten können. Da der Halteapparat des Fußes so schwach ist, senkt sich das mittlere Längsgewölbe immer weiter ab. Überlastung durch Übergewicht, Knochenerkrankungen und Entzündungen kommen ebenfalls als Ursachen in Frage.


Symptome von Knickfüßen

Knickfüße sind in der Rückansicht eines Betroffenen daran zu erkennen, dass die Ferse im Stehen mindestens zehn oder mehr Grad nach außen abgeknickt ist. Häufig getragene Schuhe der Betroffenen sind am Innenrand stärker abgenutzt als außen. Extreme Knickfüße können auch Schmerzen am Knöchel verursachen. Bei älteren Menschen mit Knickfuß kommt es gelegentlich zu Bewegungseinschränkungen am Sprunggelenk, wenn sich dort bereits eine Arthrose gebildet hat.


Wie wird die Diagnose Knickfuß gestellt?

Ein Arzt kann einen Knickfuß an den typischen Symptomen erkennen. Weitere Untersuchungen wie Röntgen-Untersuchungen oder Computertomographie sind normalerweise nicht erforderlich und werden nur dann durchgeführt, wenn der Betroffene über starke Schmerzen klagt oder in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist.


Wie wird der Knickfuß therapiert?

Die Therapie von einem Knickfuß hängt davon ab, wie schwer der Knickfuß ausgeprägt ist, oder ob er Beschwerden verursacht. Bei Kindern kann zunächst versucht werden, die Fußmuskulatur mittels Fußgymnastik beim Physiotherapeuten zu kräftigen. Orthopädische Schuheinlagen oder Schuhe sind nur dann erforderlich, wenn der Knickfuß besonders ausgeprägt ist. Mit den Einlagen sollen vor allem der Rückfuß und das Längsgewölbe des Fußes abgestützt werden. Besonders bei sportlich aktiven Menschen ist es sinnvoll, auf Schuhe mit einem Fußbett zu achten. Nur in seltenen Fällen wird der Knickfuß bei Erwachsenen im Rahmen einer Operation behoben.


Verlauf von Knickfüßen

Knickfüße verursachen normalerweise keine Beschwerden, wachsen sich bei Kindern häufig aus und können gut behandelt werden. Nur in seltenen und extremen Fällen kommt es zu Schmerzen am Knöchel.


Wie kann man einem Knickfuß vorbeugen?

Knickfüßen muss nicht explizit vorgebeugt werden, da sie selten Beschwerden verursachen und daher nicht behandelt werden müssen. Eventuell ist es ratsam, das eigene Körpergewicht in einem gesunden Rahmen zu halten, da Übergewicht für verschiedene Fußfehlstellungen und andere Erkrankungen verantwortlich sein kann.

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Quellen:
Grifka, J.: Orthopädie und Unfallchirurgie in Frage und Antwort: Fragen und Fallgeschichten zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen während des Semesters und im Examen. Urban und Fischer, München 2005
Niethard, F. U. und Pfeil, J.: Orthopädie. Thieme, Stuttgart 2005
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. de Gruyter, Berlin 2007
Wülker, N. (Hrsg.): Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2005

 

Autor: Jessica Schmid 
Letzte Änderung am: 04.11.2009
 
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