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Knochenersatz im Kiefer

Ein Knochenersatz im Kiefer ist dann nötig, wenn es im Ober- oder Unterkiefer zu einem Verlust an Knochensubstanz gekommen ist. Gründe dafür gibt es viele:

  • so kann sich bei schweren Fällen von Parodontitis der knöcherne Halteapparat der Zähne stark zurückbilden.

  • Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume) im Kieferbereich können ebenfalls zu Defekten im Bereich des Kieferknochens führen.

  • Aber auch operative Eingriffe im Kieferbereich, wie die Entfernung von Zähnen oder die Entfernung der Zahnwurzel-Spitze, können zu Defekten im Knochen führen.

  • Wenn Zähne fehlen, beginnt der Kieferknochen im Laufe der Jahre zu schrumpfen. Dieser Prozess wird durch schlecht sitzende Prothesen weiter gefördert. Fehlender oder aber geschrumpfter Kieferknochen erschwert die Implantation künstlicher Zahnwurzeln erheblich.

In allen genannten Fällen kann es sinnvoll sein, die fehlende Knochensubstanz wieder aufzubauen.

Wie ein Kieferknochen ersetzt werden kann
Körpereigener Knochen, der z.B. an einer anderen Stelle in der Mundhöhle entnommen werden kann, ist zum Ersatz bestens geeignet.

Möchte man dem Patienten jedoch die Entnahme des Knochens ersparen, oder ist nicht genug Knochensubstanz vorhanden, können die Defekte im Kieferknochen auch mit Knochenersatz-Materialien aufgefüllt werden. Diese Materialien werden nach und nach meistens völlig vom Körper wieder abgebaut und durch körpereigene Knochen wieder ersetzt.

Knochenersatz-Materialien
Man muss sich die Knochenersatz-Materialien wie eine Leitschiene vorstellen, die den körpereigenen Knochenzellen, Nährstoffen und Blutgefässen als Gerüst dient. Sie können eingesetzt werden

  • zur Verbesserung des Kieferknochen-Angebots vor oder während des Einsetzens von Implantaten,

  • zum Auffüllen von Kieferknochen-Defekten im Rahmen einer Wurzelspitzen-Entfernung und einer Zysten-Operation,

  • nach dem Ziehen eines Zahnes (z.B. Weisheitszahns) zur Wiederherstellung des Knochenbettes,

  • im Rahmen einer Parodontitis-Behandlung zur Verbesserung der Zahnverankerung im Kieferknochen.

 

Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Stefan Berg http://www.dr-dr-stefan-berg.de

 

Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Stefan Berg 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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