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Konisation

Gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm
Im Rahmen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms in Deutschland wird für jede Frau über 20 Jahre einmal jährlich von den Krankenversicherungen ein sogenannter Zervix-Abstrich übernommen. Es handelt sich hierbei um einen Zellabstrich von Muttermund und Gebärmutterhalskanal - dieser Teil der Gebärmutter ist gut zugänglich. Es existiert eine zuverlässige Untersuchungsmethode.

Von wem und wie wird der Abstrich gemacht?
Die Untersuchung kann von Ärzten für Allgemeinmedizin oder von Frauenärzten durchgeführt werden. Dabei wird die Scheide mit einem eingeführten Metallspatel schmerzlos entfaltet, so dass sich der äußere Muttermund direkt einsehen lässt. Das Zellmaterial wird vom Arzt mit Hilfe zweier Watteträger oder eines Spatels entnommen, haltbar gemacht und an ein für die Beurteilung qualifiziertes Labor gesendet, wo es gefärbt und unter dem Mikroskop begutachtet wird. Diese spezielle Methode zur Beurteilung von Zellen wurde von dem Anatomen George Papanicolaou in den USA entwickelt. Sie wird deshalb kurz Pap-Test genannt.

Wenn bei einem Cytologischen Abstrich Zellveränderungen festgestellt werden, muss man zunächst wissen, welcher Art die Zellveränderungen sind. Informationen zu den Ergebnissen des Cytologischen Abstriches finden Sie hier.

In einigen Fällen wird der Arzt Ihnen zu einer Konisation raten. Die Konisation dient gleichzeitig als Diagnose und Therapie bei unklaren Abstrichen. Das entnommene Gewebe wird feingeweblich untersucht, denn dies ist genauer als der Zellabstrich und dient zur Abklärung von verdächtigen Zellveränderungen (sogenannten Dysplasien).

Was ist die Konisation?
Die Konisation ist ein kegelförmiges Ausschneiden der Portio (der Mündung des Gebärmutterhalses in die Scheide) - entweder mit Laser oder Skalpell. Der Vorteil des Laser besteht darin, dass die Wundränder glatter sind. Die Konisation ist die sicherste Form der Gewebsentnahme am Muttermund.

Wie wird die Konsiation durchgeführt?
Der Eingriff kann von der Scheide her ohne große Operation erfolgen. Meist wird die Konisation in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt und es ist ein stationärer Aufenthalt von ein/zwei Tagen notwendig. Der Eingriff ist klein und relativ komplikationslos. Im Zusammenhang mit der Konisation wird immer auch eine Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt, um eine weitere Ausdehnung der Veränderungen auf den Innenraum der Gebärmutter auszuschließen.
Je nach Alter der Patientin wird eine flache oder einer steilere Schnittführung angewendet.

Was geschieht nach der Konisation?
Die zahlreichen von diesem Gewebskegel hergestellten Gewebsschnitte werden im Labor unter dem Mikroskop begutachtet.

Mögliche Komplikationen:
Stärkere Blutungen (deutlich überperiodenstark) innerhalb der ersten zwei Tage nach dem Eingriff.
Blutung nach Abgang des Wundschorfes (6-8 Tage nach dem Eingriff).
Sterilität durch vernarbten/verklebten Zervixkanal.
Zervixinsuffizienz (Gebärmutterhalsschwäche) bei Schwangerschaft.

Informationen zum PAP-Test
Informationen zu den Ergebnissen eines PAP-Tests
Die häufigsten Fragen zum PAP-Test

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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