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Kupfer

Kupfer ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das eine große Rolle im Enzymstoffwechsel, der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Arthrose spielt und das Immunsystem unterstützt. Auf der anderen Seite kann ein Zuviel an Kupfer auch Vergiftungserscheinungen hervorrufen und die Aufnahme anderer Mineralstoffe behindern.

Kupfer ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener Enzyme
Kupfer ist als Bestandteil verschiedener Enzyme für viele Stoffwechselvorgänge im Körper wichtig. So hat Kupfer für die Blutbildung durch eine bessere Resorption von Eisen eine bedeutende Funktion und ist an der Bildung von Melanin beteiligt. Ferner unterstützt es das zelluläre Immunsystem und den Aufbau von Knochen und Bindegewebe sowie die Bildung von Myelin um die Nervenzellen.

Symptome bei einem Kupfermangel
Mangelerscheinungen können sich in einer Anämie, Pigmentstörungen von Haut oder Haaren, vermehrter Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Arteriosklerose, Störungen des Nervensystems, Wachstumsstörungen und Skelettfehlbildungen, Bluthochdruck sowie Appetit- und Gewichtsverlust äußern. Bei einem nachgewiesenen Kupfermangel kann eine zusätzliche Substitution als begleitende Therapie einer Anämie, Arthritis, entzündlichen Erkrankungen, Schlafstörungen und Schmerzen die Symptome lindern.

Ursachen für einen Kupfermangel
Es gibt unterschiedliche Ursachen für einen Kupfermangel, die mit einer verminderten Aufnahme aus der Nahrung, Mangel an Nährstoffen, gleichzeitiger Aufnahme von Zink bis zur Interaktion mit verschiedenen Medikamenten zusammenhängen können:

  • Geringe Zufuhr: Eine ungenügende Aufnahme von Kupfer aus der Nahrung bzw. kupferarme Lebensmittel führen zu einer Unterversorgung des Körpers.

  • Nährstoffsupplemente: Eine längere Einnahme von Zinkpräparaten oder Multimineralstofftabletten kann die Aufnahme von Kupfer durch einen Verdrängungsmechanismus behindern.

  • Mangel an Vitamin C: Ein Vitamin-C-Mangel behindert die Kupferresorption im Darm und den Transport in die Zellen.

  • Medikamente: Die Einnahme verschiedener Medikamente wie zum Beispiel Steroide (Kortison) hemmt die Kupferaufnahme.

  • Verdauungsstörungen/Resorptionsstörungen: Chronische Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa, Morbus Chron, Zöliakie, lang anhaltende Durchfallerkrankungen oder eine verminderte Aufnahme bei älteren Personen vermindern die Kupferresorption im Darm.

  • Erhöhter Homocysteinspiegel: Ein erhöhter Homocysteinspiegel kann auch zu einem Kupfermangel führen und das Arterioskleroserisiko steigern.

Unterschiedlicher Bedarf an Kupfer
Der Kupferbedarf variiert je nach Alter und Geschlecht. Männer und Frauen sollten durchschnittlich 1,5 bis 3,0 mg Kupfer pro Tag aufnehmen. Bei Schwangeren liegt die Empfehlung der DGE bei 1,5 bis 2,0 mg Kupfer. Stillende haben dagegen einen Bedarf von bis zu 10 mg Kupfer pro Tag.

Viel Kupfer in Leber und Austern
Kupferreiche Nahrungsmittel sind zum Beispiel Leber, Portwein, Sherry, Austern. 50 bis 100 g dieser Lebensmittel decken den Tagesbedarf an Kupfer. Auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen, außerdem Nüsse, Käse und Trockenfrüchte sowie Geflügel und Meeresfrüchte haben einen relativ hohen Kupferanteil.


Kupfervergiftung

Bei erhöhter Zufuhr von Kupfer mit der Nahrung, Mineralstoffpräparaten sowie chronischen Kupferbelastungen durch die Umwelt kann es langfristig zu einer Kupfervergiftung kommen, die mit verschiedenen Symptomen einhergeht.

Kupferbelastungen aus der Umwelt
Es sind verschiedene Quellen aus der Umwelt bekannt, die bei einer chronischen Belastung zu Kupfervergiftungen führen können. Dazu gehört zum Beispiel ein erhöhter Kupfergehalt des Leitungswassers durch alte Rohre, geringe Wasserhärte und niedrigen pH-Wert. Die im Obst- und Weinanbau verwendeten Fungizide und Pestizide sowie Farbpigmente enthalten viel Kupfer. Eine Einnahme der Pille und die Implantation von Kupfer-Spiralen haben einen negativen Einfluss auf die Kupferbelastung. Auch das Arbeiten in einem kupferverarbeitenden Betrieb sowie Zigarettenrauchen begünstigen eine Kupferbelastung. Bei Multi-Mineralstoffpräparaten sollte die enthaltende Zinkmenge das vierfache des Kupfers ausmachen und nicht bedenkenlos langfristig eingenommen werden.

Symptome bei Kupfervergiftungen
Ein Zuviel an Kupfer begünstigt die Entwicklung von Arthritis und anderen Entzündungen im Bereich des Verdauungstraktes, der Atemwege sowie der Prostata, die vermehrte Bildung von freien Radikalen und kann zu Depressionen und anderen Nervenerkrankungen führen. Ferner steht ein erhöhter Kupferspiegel auch mit Bluthochdruck, Störungen des Leberstoffwechsels und einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt in Zusammenhang.

Bestimmte Nährstoffe regen die Kupferausscheidung an
Bei einer erhöhten Belastung mit Kupfer kann die Einnahme hoher Dosen von Zink, Mangan, Vitamin B6 sowie von alpha-Liponsäure und verschiedenen Aminosäuren die Ausscheidung von Kupfer beschleunigen.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.04.2008
 
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