Marisken
Eine Mariske ist ein Hautläppchen, dass sich außen am After aus einer Analfalte bildet. Sie werden oft mit Hämorrhoiden verwechselt, die jedoch im Inneren des Analkanals entstehen. Marisken sind harmlos und gutartig und machen nur selten Probleme. Werden sie zu groß, dann können sie durch Reiben an der Unterwäsche gereizt werden und sich entzünden. Auch Stuhlreste können an ihnen hängen bleiben und zu einer Entzündung oder zu Wundsein führen, was sich zu einem Analekzem entwickeln kann. Sie können dann einreißen, nässen und jucken.
Richtige Pflege
Durch eine entsprechende Analhygiene lassen sich diese
Probleme vermeiden. Nach jedem Stuhlgang sollten die
Hautläppchen abgewaschen und trockengetupft werden, aber nicht
geschrubbt und gerubbelt. Selbst übliches Toilettenpapier kann
dafür schon zu hart sein und zu Blutungen führen.
Pflegetücher sind leider nicht zu empfehlen, da sie oft
Alkohol enthalten, der die Haut austrocknet. Auch sind in der Regel
Konservierungsstoffe zugesetzt, die auf Dauer angewendet zu
Allergien und Hautreizungen führen können oder ein
Analekzem bilden. Auch
Hämorrhoidensalben sind nicht zu empfehlen, da sie am falschen
Ort, nämlich außen und nicht innen, angewendet werden.
Dünn aufgetragenen Wund- und
Heilsalben tragen zur Linderung bei.
Operative Entfernung
Sind die Probleme der Marisken auf diese Weise nicht zu beherrschen
und kommt es immer wieder zu Entzündungen, können sie
operativ entfernt werden. Dabei wird die Analhaut sehr sparsam
weggeschnitten und die Wunden werden offen behandelt, damit sich
keine Narbenwülste bilden, die wiederum zu den genannten
Marisken führen können.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
