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Mastzellen

Die Mastzellen sind eine Leukozytenform, die aus dem Blut ins Bindegewebe eingewandert ist. Die Mastzellen zählen zu den sogenannten freien Bindegewebszellen, da sie sich unter anderem in bestimmten Situationen wie Amöben (Einzellerart) fortbewegen können. Charakteristisch für die Mastzelle ist, dass

  • sehr viele Körnchen (Granula)
    in ihrem Zytoplasma (Zellplasma) enthalten sind, welche die Mastzelle nach Anfärbung "wie gemästet" erscheinen lassen.

  • das Gewebshormon Histamin und der Blutgerinnungsstoff Heparin
    in den Granula gespeichert werden.

Funktionen

  • Glatte Muskelzellen und Histamin
    Die Mastzellen sorgen für eine regelrechte Funktionsweise der glatten Muskelzellen, die unter anderem in der Bronchienwand vorkommen. Infolge der kontrollierten Histaminabgabe kontrahieren (zusammenziehen) sich die glatten Muskelzellen. Wird Histamin übermäßig ausgeschüttet, kommt es im Falle der glatten Muskelzellen in der Bronchienwand zur krampfartigen Muskelkontraktion (Bronchospasmen). Sind die Bronchien besonders empfindlich gegenüber zahlreichen allergischen und nicht allergischen Faktoren, kann ein Asthma bronchiale entstehen.

  • Blutgefäße und Histamin
    Des weiteren führt eine übermäßige Histaminfreisetzung zu einer Erweiterung der Blutgefäße und einer erhöhten Durchlässigkeit der Blutgefäßwand.

  • Blutgerinnung und Heparin
    Bei kleinen Gefäßverletzungen verhindert das ausgeschüttete Heparin eine schnelle Gerinnung des Blutes, das aus dem verletzten Gefäß in die Bindegewebsflüssigkeit eingedrungen ist.

  • Allergische Reaktionen vom Soforttyp (Typ I)

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.04.2008
 
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