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Mediterrane Kost unterstützt gesundes Altern

Höhere Lebenserwartung

Mediterrane Kost unterstützt gesundes Altern    
 

Salat mediterrane Kost Seit Langem gilt die „Mediterrane Kost“ als ausgesprochen gesund: Sie soll z.B. vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes schützen und sogar der Entstehung bestimmter Krebsarten entgegenwirken. In einer neuen Studie wurde jetzt gezeigt, dass diese besondere Ernährungsweise offenbar auch die Länge der sogenannten „Telomere“ (das sind die Enden der Chromosomen) beeinflusst und auf diese Weise zu einer höheren Lebenserwartung beitragen kann. 
     

Mit dem Begriff „Mediterrane Kost“ wird die ursprüngliche Tabelle mediterrane KostErnährungsweise der Mittelmeergebiete mit traditionellem Olivenanbau in den 1960er Jahren bezeichnet. Sie ist durch einen hohen Anteil pflanzlicher Lebensmittel und nur geringe Mengen tierischer Produkte gekennzeichnet. Fisch und Geflügel haben einen deutlich höheren Stellenwert als rotes Fleisch (z. B. Schwein und Rind). Zudem ersetzt Olivenöl, das wertvolle ungesättigte Fettsäuren liefert, fast vollständig andere Fette wie Butter und Margarine.




Gesundheitliche Effekte der Mittelmeerkost  

Diese traditionelle mediterrane Ernährungsweise gilt als Erklärung dafür, warum in Mittelmeerländern − vor der Verbreitung des „modernen“ Ernährungsstils − typische Zivilisationskrankheiten wie z. B. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht deutlich seltener auftraten als in Nordeuropa und den USA. Offenbar scheint die Mittelmeerküche auch vor Diabetes mellitus und bestimmte Krebsarten zu schützen und eine höhere Lebenserwartung mit sich zu bringen. Die gesundheitsfördernden Effekte der Mittelmeerkost werden vor allem auf den hohen Anteil an Ballaststoffen, Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und wertvollen Fettsäuren zurückgeführt.

Neue Studie: Mediterrane Kost erhält Telomere 

Im Rahmen einer Kohortenstudie wurde jetzt festgestellt,Was sind Telomere dass die Mediterrane Kost offensichtlich auch die Länge der Telomere beeinflussen kann. Dabei handelt es sich um die Enden der Chromosomen, die die Träger der Erbinformation (DNA) sind. Laut der sogenannten „Telomer-Hypothese des Alterns“ haben die Telomere eine entscheidende Funktion für das Altern eine Zelle und damit für das Altern des gesamten Organismus: Von Geburt an verkürzen sich die Telomere bei jeder Zellteilung – mit zunehmendem Alter reduziert sich so die Länge der Telomere mehr und mehr. Sind sie auf ein Minimum geschrumpft, ist der Zelltod vorprogrammiert. In der aktuellen Untersuchung wurden Daten aus der bekannten Nurses‘ Health Study herangezogen. Bei der Auswertung von Fragebögen zu den Ernährungsgewohnheiten der teilnehmenden Krankenschwestern konnte eine Gruppe von Schwestern identifiziert werden, deren Ernährung einer Mediterranen Kost sehr nahe kam: Sie erreichten 6 von 10 Punkten auf der sogenannten „Mittelmeer-Diät-Skala“. Die Wissenschaftler setzten die Punktezahlen mit der Länge der Telomere in Verbindung und fanden dabei einen statistisch signifikanten Zusammenhang. Vereinfacht gesagt war jeder zusätzliche Punkt auf der Mittelmeer-Diät-Skala mit einem Längengewinn der Telomere verbunden, der ungefähr 1,5 Jahren entsprach. Laut den Ergebnissen könnten durch eine Verbesserung um drei Punkte rund 4,5 Jahre im biologischen Alter „gutgemacht“ werden. Weitere Studien sind notwendig, um die in dieser Untersuchung gefunden Zusammenhänge zu bestätigen und weitere Erkenntnisse über die Wirkungsmechanismen zu gewinnen. 



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Autor: Seydak 
Letzte Änderung am: 15.01.2015
 
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