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Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom)

Morbus Hodgkin betrifft Personen zwischen 15 und 13 sowie zwischen 50 und 70

Das Morbus Hodgkin Lymphom kann Frauen und Männer gleichermaßen betreffen
(Quelle: Bananastock)

Morbus Hodgkin, auch Hodgkin-Lymphom genannt, ist ein vorwiegend das Lymphgewebe betreffender Tumor. Er tritt selten vor dem dritten Lebensjahr auf, am häufigsten sind Personen im Alter zwischen 15 und 35 sowie zwischen 50 und 70 betroffen. Männer erkranken 1,2-mal häufiger daran als Frauen. In der WHO-Klassifikation wird das Hodgkin-Lymphom unterteilt in das "Noduläre lymphozytenprädominante Hodgkin-Lymphom" (NLPHL) und das "Klassische Hodgkin-Lymphom" (CHL).


Was sind die Ursachen des Hodgkin-Lymphoms?

Die Ursachen für Morbus Hodgkin sind nicht bekannt.


Wie äußert sich Morbus Hodgkin?

Erstes Anzeichen für Morbus Hodgkin sind oft schmerzlose Schwellungen der Lymphknoten. Darüber hinaus leiden die Betroffenen oft an unerklärlichem Fieber, nächtlichen Schweißausbrüchen, Appetit- und Gewichtsverlust sowie Juckreiz. Seltener sind Milz und Leber vergrößert.


Wie wird Morbus Hodgkin diagnostiziert?

Für die Diagnose von Morbus Hodgkin wird eine Gewebeprobe (Biopsie) aus einem der betroffenen Lymphknoten entnommen und im Labor untersucht. Sollte sich bei dieser Analyse der Verdacht bestätigen, dass ein Hodgkin-Lymphom vorliegt, werden weitere Untersuchungen vorgenommen, um festzustellen, wie weit sich die Krankheit bereits ausgebreitet hat. Dazu gehört unter anderem:



Wie kann ein Hodgkin-Lymphom behandelt werden?

Die Art der Therapie hängt unter anderem von Krankheitstyp, Tumorgröße, Grad der Ausbreitung und dem Alter des Betroffenen ab. Üblicherweise wird eine Chemotherapie und/oder Strahlenbehandlung durchgeführt. Nach Beendigung der Therapie sollten regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, um ein eventuell auftretendes Rezidiv frühzeitig zu erkennen.


Wie ist die Prognose des Morbus Hodgkin?

Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose. Bei entsprechender Therapie leben mehr als 80 Prozent der Betroffenen noch zehn Jahre nach der Entdeckung der Krankheit. Hat das Hodgkin-Lymphom bereits weit gestreut, liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach fünf Jahren immer noch bei über 60 Prozent.

Bei einigen Betroffenen treten während und nach der Therapie zusätzliche Komplikationen auf, wie beispielsweise weitere Krebserkrankungen, Lungenprobleme, Unfruchtbarkeit und Leberversagen.


Wie kann man dem Hodgkin-Lymphom vorbeugen?

Da die Ursachen des Hodgkin-Lymphoms nicht bekannt sind, können auch keine Empfehlungen zur Vorbeugung ausgesprochen werden.


Wenn Sie weitere Fragen zu Morbus Hogkin haben, können Sie diese in der Hausarzt-Expertenrat stellen.

Quellen:
Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie: Hodgkin-Lymphom. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 025/012 (Stand: Oktober 2007)
Medline Plus, U.S. National Library of Medicine, Medical Encyclopedia: Hodgkin's Disease. (Stand: September 2008) (http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/hodgkinsdisease.html)
Medline Plus, U.S. National Library of Medicine, Medical Encyclopedia: Hodgkin's lymphoma. (Stand: Juni 2008) (http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000580.htm)

 

Autor: Constanze Wolff 
Letzte Änderung am: 10.08.2009
 
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