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Natrium

Natrium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der als Gegenspieler zum Kalium eine entscheidende Rolle im Wasserhaushalt, Säure-Basen-Haushalt sowie Zellstoffwechsel spielt. Die Verteilung des Natriums im Körper verhält sich umgekehrt wie beim Kalium. 98 Prozent des gesamten Natriums befinden sich extrazellulär, also außerhalb der Körperzelle, mit einer Konzentration von 140 mmol/l, im Gegensatz zur intrazellulären Konzentration von 10 mmol/l.
Im Mittelalter war das Natriumchlorid - das, was wir als Salz bezeichnen - eine Mangelware, die zum Teil auch als Währung benutzt wurde. Durch kommerzielle Herstellungsverfahren gibt es heutzutage Salz im Überfluss. Salz wird überall bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln eingesetzt, wir nehmen täglich viel mehr Salz auf, als wir tatsächlich benötigen. Dies kann die Entstehung einiger Krankheiten wie zum Beispiel Bluthochdruck begünstigen. Ein echter Natriummangel tritt dagegen nur sehr selten und meist aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen auf.

Natrium ist wichtig für den osmotischen Druck im Körper
Als das häufigste Elektrolyt in den Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen reguliert Natrium den Wasserhaushalt und ist mit Kalium für die Aufrechterhaltung des osmotischen Druckes zuständig. Außerdem hat Natrium eine wichtige Funktion im Säure-Basen-Haushalt sowie bei der Reizübertragung von Nerven- und Muskelzellen und ist sehr wichtig für Aufnahme und Transport von Nährstoffen aus der Nahrung, zum Beispiel der Glukose.
Ein Natriummangel kann mit einem niedrigen Blutdruck, Verwirrung, Schwindel und erhöhter Bereitschaft zu Krampfanfällen einhergehen.

Natriummangel meist nur bei schwerwiegenden Erkrankungen
Mit einer ausgewogene Ernährung tritt heutzutage kaum ein Natriummangel auf. Länger anhaltende Durchfälle und Erbrechen über 3 bis 5 Tage, vor allem bei Kleinkindern, kann zu einem Natriummangel führen. Leber- oder Nierenerkrankungen, Krebs, Fisteln im Magen-Darmbereich sowie das Addison-Syndrom und eine Quecksilbervergiftung können die Aufnahme von Natrium aus der Nahrung behindern und einen Mangel hervorrufen. Bei großflächigen Verbrennungen und übermäßigem Schwitzen ohne adäquate Natriumzufuhr kann es aufgrund des erhöhten Verbrauches auch zu einem Natriummangel kommen.

Zuviel Natrium kann Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen
Die weltweit verbreitete erhöhte Natriumaufnahme durch eine "gut gewürzte" und salzreiche Nahrung kann das Risiko für spezifische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall oder Osteoporose erhöhen. Einige unspezifische Symptome wie vermehrte Wasseransammlungen in den Beinen, Tränensäcken, Kopfschmerzen und auch Leistungsverlust stehen ebenfalls in Zusammenhang mit einer übermäßigen Salzaufnahme. Normalerweise ist eine Zufuhr von 5 bis 6 Gramm Natrium pro Tag völlig ausreichend, der durchschnittliche Salzkonsum in Deutschland beträgt dagegen doppelt soviel.

Natürliche, natriumärmere Lebensmittel bevorzugen
Mit einer vollwertigen Ernährung, reich an frischem Obst und Gemüse, Getreide und Reis und einem kleinen Anteil von Wurst- und Käsewaren, wird der Bedarf an Natrium normalerweise gedeckt. Anstatt mit Salz kann man auch mit Kräutern würzen, damit wird nicht nur die Salzmenge reduziert, sondern die Speisen mit Vitaminen und anderen Mineralstoffen angereichert.
Der Konsum von stark gesalzenen Fertiggerichten, Wurst- und Käseprodukten sowie Salz-Nüssen, Oliven, Räucherlachs, Cornflakes, Fertigsaucen oder auch Dosenwaren sollten im Rahmen einer natriumarmen Ernährung bei Bluthochdruck und anderen Erkrankungen eingeschränkt werden. Sie sollten auch auf eine ausreichende Aufnahme von Kalium und Kalzium achten, damit die drei Mineralstoffe im Gleichgewicht bleiben.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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