Tipp

Cholera breitet sich in Simbabwe aus

EU verstärkt politischen Druck auf WHO und Simbabwe

In Simbabwe häufen sich Fälle von Choleraerkrankungen

In Simbabwe häufen sich Fälle von Choleraerkrankungen
(Quelle: Dynamics Graphic Value)

Seit August dieses Jahres häufen sich im südafrikanischen Staat Simbabwe Fälle von Choleraerkrankungen. Nach Angaben der UN gibt es mittlerweile 575 Opfer der Choleraepidemie, der Staat hat nun den Notstand ausgerufen. In den letzten Wochen stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen sprunghaft auf mehr als 12.700 an.

Der Erreger der Cholera verbreitet sich vorwiegend über verschmutztes Trinkwasser. Die bevorstehende Überschwemmungszeit und häufige Regenfälle verstärken die Gefahr der schnellen Verbreitung zusätzlich. Internationale Hilfsorganisationen wollen das Land mit Hilfsgütern wie Medikamenten und Nahrungsmitteln unterstützen. Jedoch ist die politische Lage in Simbabwe so instabil, dass Transport und Verteilung der Hilfsgüter erschwert werden. Zudem sind viele Krankenhäuser geschlossen, da die öffentlichen Dienste zusammen gebrochen sind. Die offiziellen Zahlen sind also nur gemeldete Fälle, laut WHO und anderen Organisationen ist die Dunkelziffer wesentlich höher.

Das Auswärtige Amt der BRD sowie Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die WHO verstärken ihren Einsatz in Simbabwe und erhöhen die direkten finanziellen Spenden. Die Verkündung des Notstandes soll den Hilfsorganisationen die Arbeit in den Provinzen Simbabwes erleichtern.

Weitere Informationen zum Thema:

In der Hausarzt-Expertenrat können Sie weitere Fragen zu diesem Thema direkt an unsere Experten richten.

Pressemitteilung des Deutschen Ärzteblatts: Cholera-Epidemie in Simbabwe: EU verstärkt politischen Druck. afp/aerzteblatt.de, 09.12.2008
Robert Koch-Institut: Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten. Robert Koch-Institut, Berlin 2006

Alle News

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 11.12.2008
 
Tipp