Tipp

Kräutermischung "Spice" sollte nicht inhaliert werden

Konsum der Modedroge kann Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen

Die Räuchermischung Spice birgt bislang unbekannte gesundheitliche Risiken

Die Räuchermischung "Spice" birgt bislang unbekannte gesundheitliche Risiken
(Quelle: PIXELIO / Knipserlein)

Die Räuchermischung "Spice", die zum Beduften von Innenräumen vertrieben wird, sollte nicht inhaliert werden. Die rauschähnliche Wirkung kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen sowie die Fähigkeit, Maschinen zu führen, negativ beeinflussen. Das ist das Ergebnis der gesundheitlichen Risikobewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Bei "Spice" handelt es sich um acht verschiedene Pflanzen, die in einer Mischung von verschiedenen Händlern angeboten werden und in Deutschland frei verkäuflich ist. Zu den Bestandteilen zählen unter anderem Alkaloide, Bitterstoffe und Glykoside, die sich auf die Gesundheit des Menschen auswirken können. Nach dem Rauchen der Mischung kommt es zu einem Rauschzustand, der eine cannabisähnliche Wirkung haben kann. Dies macht "Spice" derzeit vor allem bei jungen Menschen als Modedroge beliebt.

Zwar ist bekannt, aus welchen Pflanzen sich "Spice" zusammensetzt, doch ist bislang ungeklärt, welche Pflanzenteile zur Herstellung verwendet werden. Unklar ist ebenfalls, in welchem Verhältnis diese Bestandteile gemischt werden und ob alle Produkte gleich zusammengesetzt sind. Daher kann das BfR keine eindeutige Stellungnahme zu den Risiken der Modedroge abgeben und rät vom Rauchen der Pflanzenmischung aus Vorsorge für die Gesundheit ab. Das Institut empfiehlt weitere Untersuchungen, etwa zur Zusammensetzung von "Spice" und eine chemischen Analyse, um das Risiko des "Spice"-Konsums besser bewerten zu können.

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Stellungnahme Nr. 045/2008 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). BfR rät vom Konsum der Kräutermischung "Spice" ab. 24. November 2008

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 20.01.2009
 
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