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Verbesserte Vorsorgeuntersuchung bei Osteoporoserisiko?

Knöcheluntersuchung ermöglicht genauere Prävention bei älteren Frauen

Knöcheluntersuchung ermöglicht bessere Prävention bei Osteoporose

Knöcheluntersuchung ermöglicht bessere Prävention bei Osteoporose
(Quelle: istockphoto.com)

Wissenschaftler der Universität Lausanne untersuchten in einer umfangreichen Studie den Knöchel-Ultraschall als mögliche Präventionsmaßnahme bei Osteoporose-Risiko. Nach Abschluss der Studie stand fest, dass der Ultraschall in Verbindung mit der Auswertung anderer Faktoren eine wichtige Methode zur Vorsorgeuntersuchung ist.

Das Forscherteam von der Universität Lausanne untersuchte und befragte über einen Zeitraum von 32 Monaten 6.174 Frauen zwischen 70 und 85 Jahren. Zu Beginn der Studie wurde eine Ultraschall-Untersuchung des Knöchelgelenks durchgeführt, um die Knochendichte festzustellen. Anschließend wurden Risikofakoren wie Alter und Knochenbrüche oder Stürze in der Vergangenheit dokumentiert. In den zweieinhalb folgenden Jahren wurden die Teilnehmerinnen im Abstand von sechs Monaten zu ihrem medizinischen Zustand befragt. Im Falle eines Knochenbruchs erfassten die Forscher genauere Angaben dazu und forderten einen Bericht des behandelnden Arztes an.

Aus den Daten von Ultraschall und Befragung ermittelten die Wissenschaftler ein Gruppe mit 4.710 Frauen mit einem hohen Osteoporose-Risiko und ein zweite Gruppe mit 1.464 Frauen, deren Risiko an Osteoporose zu erkranken, gering ausfiel.

Im Laufe der 32 Monate wurden bei 6,1 Prozent der Frauen in der Hochrisikogruppe Knochenbrüche dokumentiert. Hingegen traten in der Niedrigrisikogruppe nur 27 Frakturen auf (1,8 Prozent). Insgesamt wurden 66 Hüftfrakturen berichtet, 90 Prozent dieser Fälle traten bei Frauen der Hochrisikogruppe auf.

Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die Kombination von Knochendichtemessung durch Knöchelultraschall und die genaue Anamnese das Osteoporose-Screening deutlich verbessern könne.

Weitere Informationen zum Thema:

Guessous, I., Cornuz, J. et al.: Osteoporotic Fracture Risk in Elderly Women: Estimation with Quantitative Heel US and Clinical Risk Factors. Radiology, Vol. 248, pp. 179 - 184, (2008)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.07.2008
 
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