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Reisezeit ist Zeckenzeit

Wie Sie sich vor Zeckenbissen schützen können

Ein Zeckenbiss kann unangenehme Folgen haben

Ein Zeckenbiss kann unangenehme Folgen haben
(Quelle: Kurt Michel/PIXELIO)

Um ihre Gesundheit rundum zu schützen, sollten sich Urlauber bevor die Reise losgeht darüber informieren, welche Impfungen für das jeweilige Land empfohlen werden. In vielen Ländern und Regionen tragen Zecken das FSME-Virus in sich, so zum Beispiel in Tschechien, Schweden oder der Schweiz. Wer dort Urlaub macht und sich in der Natur aufhält, sollte sich vorsorglich impfen lassen.

Insgesamt infizieren sich in Europa jedes Jahr etwa 3.000 Menschen mit FSME, in Russland sind es bis zu 10.000. Die durch Flaviviren hervorgerufene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist damit eine der häufigsten Ursachen für Erkrankungen des zentralen Nervensystems in diesen Ländern.

Patienten mit FSME-Erkrankungen müssen häufig im Krankenhaus intensivmedizinisch betreut werden und leiden unter lang anhaltenden oder bleibenden neuropsychologischen Schäden. Wissenschaftler fordern deshalb, dass die zuständigen Stellen in den jeweiligen Staaten eine FSME-Impfung für alle Bewohner und Reisende in Risikogebiete empfehlen.

Aktuelle Forschung

Seit fast drei Jahren forscht Professorin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim nach einer Lösung. Mittlerweile sind die Forscher auf drei natürliche Zeckenfeinde gestoßen:

Ein fliegender Feind der Zecke ist die Erzwespe Ixodiphagus hookeri, die ihre Eier in den Hinterleib der Zecke legt. Die Wespen wachsen im Körper der Zecke heran und befreien sich, indem sie ein Loch durch den Hinterleib der Zecke bohren, die daran stirbt.

Ein weiter Feind der Zecke ist die Pilzart Metarhizium anisopliae sowie der Fadenwurm Steinernema carpocapsae. Beide haben im Laborversuch die Zeckenpopulation deutlich reduziert.

Von den Pilzen gibt es mittlerweile so genannte Isolate zum Sprühen. Bis diese jedoch zum Einsatz kommen, können noch Jahre vergehen. "Haben wir eine Frage geklärt, tauchen zehn neue auf", erklärt Prof. Ute Mackenstedt. Die Wissenschaftler müssen klären, in welcher Menge der Pilz ausgebracht werden kann, ohne dass in der Natur Schaden angerichtet wird. "Es ist wie bei Medikamenten: Eine Überdosierung kann schädlich sein", sagt die Parasitologin.

Weitere Informationen zum Thema:

In der Hausarzt-Expertenrat können Sie weitere Fragen zu diesem Thema stellen.

Informationen der Baxter Deutschland GmbH: Mit natürlichen Feinden gegen Zecken. Gut geschützt in den Urlaub (Juli 2008)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 29.07.2008
 
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