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Regelmäßiger Fischverzehr kann vor Demenz schützen

Omega-3-Fettsäuren können Schlaganfall vorbeugen und das Gedächtnis erhalten

Omega-3-Fettsäuren senken Infarktrisiko und erhalten das Gedächtnis

Omega-3-Fettsäuren senken Infarktrisiko und erhalten das Gedächtnis
(Quelle: BananaStock)

In einer Langzeitstudie konnten Wissenschaftler nachweisen, dass eine regelmäßige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren vor Hirnläsionen und stummen Infarkten schützt. Veränderungen an der Substanz des Gehirns, welche durch den natürlichen Alterungsprozess verursacht werden, werden ebenfalls abgeschwächt.

Forscher der Universität von Kuopio, Finnland, führten eine Studie zur Wirkung von regelmäßigem Fischkonsum auf stumme Infarkte und Läsionen durch. Weiterhin wurde untersucht, ob Hirninfarkte und -läsionen eine Auswirkung auf die kognitiven Fähigkeiten oder Demenzerkrankungen haben.

Zwischen 1992 und 1994 wurde bei 3.660 Teilnehmern mit einer Magnetresonanz-Tomographie (MRT) das Gehirn untersucht. Alle Teilnehmer waren zu diesem Zeitpunkt 65 Jahre und älter. Nach fünf Jahren wurde bei 2.313 Personen erneut eine MRT durchgeführt und die Werte mit denen des ersten Scans verglichen. Weiterhin wurden die Essgewohnheiten der Probanden mittels Fragebögen dokumentiert. Ein Teil der Probanden nahm während der fünf Jahre dreimal pro Woche oder öfter Fisch mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Makrelen, Hering, Sardinen und Sardellen) zu sich. Nachdem die Wissenschaftler die Untersuchungsergebnisse mit bestimmten Risikofaktoren abgeglichen hatten, konnten Sie nachweisen, dass das Risiko, einen stummen Hirninfarkt zu erleiden, bei diesen Teilnehmern um 25 Prozent gesenkt war. Es zeigte sich bei diesen Teilnehmern ebenfalls eine geringere Veränderung der weißen Hirnsubstanz als bei den anderen Studienteilnehmern.

Die Art und Weise der Zubereitung eines Fischs beeinflusst den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, der letztlich vom menschlichen Körper aufgenommen wird. Daher konnte bei einem Verzehr von gebratenem Fisch kein verringertes Infarkt-Risiko nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass nun weitere Untersuchungen nötig sind, um herauszufinden, warum bestimmte Fischsorten einen vorbeugenden Effekt für Hirnläsionen und -infarkte haben.


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Virtanen, J. K., Siscovick, S. et al.: Fish consumption and risk of subclinical brain abnormalities on MRI in older adults. Neurology, Volume 71 (12. 08. 2008)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 18.08.2008
 
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