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Welche Methode ist zur Darmkrebsvorsorge geeignet?

Studie präsentiert neue Ergebnisse

Eine neue Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge wird dur die Computertomographie ermöglicht

Eine neue Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge wird dur die Computertomographie ermöglicht
(Quelle: DAK)

Je früher die Diagnose Darmkrebs gestellt wird, desto besser ist die Prognose des Betroffenen. 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen können mit einer Vorsorgeuntersuchung verhindert werden. Im Rahmen der "Münchner Darmkrebsstudie" am Klinikum der Universität München wurden mehrere Untersuchungsverfahren zur Früherkennung geprüft und verglichen.

Die Aussagekraft und möglichen Anwendungsgebiete waren dabei wichtige Punkte. Bisher wird in Deutschland in der Regel die Darmspiegelung (Koloskopie), welche zu den invasiven Untersuchungsverfahren zählt, da sie in den Körper eindringt, zur Krebsvorsorge durchgeführt. In der Studie wurden ebenfalls nicht-invasive Methoden, also Verfahren, bei denen nicht in den Körper eingedrungen wird, getestet. Die Studie konnte nachweisen, dass die so genannte virtuelle Koloskopie (die CT-Kolonographie )ähnlich genaue Ergebnisse erzielt, wie die klassische Darmspiegelung. Die virtuelle Koloskopie wird mithilfe eines Computertomographen durchgeführt.

Insgesamt wurden 307 gesunde Personen mit fünf verschiedenen Methoden untersucht. Neben der klassischen Darmspiegelung wurden die CT-Kolonographie, der Haemocculttest (Papierstreifentest zum Nachweis von Blut im Stuhl), die Sigmoidoskopie (kleine Darmspiegelung, bei der nur das untere Ende des Dickdarms untersucht wird) und der immunologische Stuhl-Bluttest (weist nur menschliches Blut im Stuhl nach) durchgeführt. Die Teilnehmer waren 50 Jahre und älter und wiesen keine Vorbelastung durch vorangegangene Darmkrebserkrankungen oder Fälle in der Familie auf. Als Resultat erzielten lediglich die Darmspiegelung und die CT-Kolonographie Ergebnisse, die eine sichere Früherkennung ermöglichen.

Da viele Menschen die herkömmliche Darmspiegelung als unangenehm empfinden oder aus anderen Gründen ablehnen, ist es sinnvoll, die nicht-invasive Methode der CT-gestützten Untersuchung in der Krebsfrüherkennung ebenfalls anzubieten. Weiterhin sollten die Screening-Richtlinien zur Darmkrebsvorsorge überarbeitet werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des Klinikums der Universität München: Neue Studie zur Darmkrebsvorsorge - welche Methode ist sinnvoll? http://www.klinikum.uni-muenchen.de (10.11.2008)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 13.11.2008
 
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