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Ungesunde Lebensweise führt zu Herz-Kreislauf- Erkrankungen

Studie weist neue Wege für die Therapie psychisch Kranker

Psychischer Stress und eine ungesunde Lebensweise können zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen

Psychischer Stress und eine ungesunde Lebensweise können zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen
(Quelle: DAK/Wigger)

Das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Depressionen oder einer Angststörung basiert laut einer aktuellen Studie auf deren ungesunder Lebensweise. Vor allem Rauchen und wenig körperliche Aktivität können zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von Wissenschaftlern des University College in London durchgeführt wurde.

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler 6.576 schottische Frauen und Männer und beobachteten sie über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg. Sie fanden zunächst heraus, dass Personen mit vermehrtem psychischem Stress ein erhöhtes Risiko hatten, innerhalb der nächsten Jahre einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Eine genauere Betrachtung der Daten unter Berücksichtigung des persönlichen Lebensstils der Studienteilnehmer konnte jedoch zeigen, dass allein eine ungesunde Lebensweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits um etwa 63 Prozent erhöhen kann. Vor allem Rauchen und körperliche Inaktivität sind hierfür verantwortlich.

Bereits in früheren Studien konnte ein Zusammenhang zwischen psychischem Stress und Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt werden. Die aktuellen Ergebnisse geben nun Hinweise darauf, dass die Behandlung von Menschen mit Depressionen und Angststörungen nicht allein auf Entspannungsübungen und Stressmanagement basieren sollte. Ebenso wichtig erscheint es, die Betroffenen zu körperlicher Aktivität und einem Rauchstopp zu motivieren.

Weitere Informationen zum Thema:

In der Allgemeiner Herz-Expertenrat können Sie weitere Fragen zu diesem Thema direkt an die Experten richten.

Pressemitteilung des American College of Cardiology. Depression, anxiety spur poor health habits, damaging heart and blood vessels. 15. Dezember 2008
Hamer, M. et al.: Psychological Distress as a Risk Factor for Cardiovascular Events. Journal of the American College of Cardiology. Vol. 52, pp 2156 - 2162, 2008

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 22.12.2008
 
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