Tipp

Vorsicht bei selbstgemachter Knetmasse für Kinder

Die Rezeptur sollte kein Alaun enthalten

Selbstgemachte Knetmasse mit Alaun kann giftig für Kinder sein

Selbstgemachte Knetmasse mit Alaun kann giftig für Kinder sein
(Quelle: BananaStock)

Selbstgemachte Knetmasse aus Lebensmitteln sollte kein Alaun enthalten. So lautet die Warnung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Diverse Anleitungen zum Selbermachen von Knetmasse im Internet geben die Chemikalie als Zutat an. Alaun kann bei der Aufnahme durch den Mund gesundheitsschädlich sein, in manchen Fällen bereits bei Hautkontakt. Grenzwerte dafür sind jedoch nicht definiert.

Alaun, auch Kaliumaluminiumsulfat genannt, ist eine kristalline Substanz mit einer schwach desinfizierenden Wirkung. Um selbstgemachte Knetmasse aus Lebensmitteln länger haltbar zu machen, wird Alaun in vielen Rezepten, die im Internet zu finden sind, als Zutat angegeben. Der Stoff wirkt zusammenziehend auf die Schleimhäute und die Haut. Anzeichen einer Vergiftung können ein brennender Mund, Übelkeit, Erbrechen oder Schluckstörungen sein. Kinder mit Hauterkrankungen sollten besonders vorsichtig sein und die Hände nach dem Kontakt mit alaunhaltiger Knete gründlich waschen.

Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, empfiehlt deshalb: "Alaun ist eine Chemikalie und hat in Kinderspielzeug nichts zu suchen. Wer Knetmassen selbst herstellen will, sollte sich auf Lebensmittel als Zutaten beschränken".

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Pressemitteilung der der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: Selbstgemachte Knetmasse kann Kinder gefährden. 16. Januar 2009

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 05.02.2009
 
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