Tipp

Erfolgreiche Psychotherapie kann auch das Liebesleben verbessern

Besserer Sex nach behandelter Angststörung oder Depression

Erfolgreich behandelte Depressionen wirken sich auch positiv auf sexuelle Probleme aus

Erfolgreich behandelte Depressionen wirken sich auch positiv auf sexuelle Probleme aus
(Quelle: BananaStock)

Eine erfolgreich abgeschlossene Verhaltenstherapie bei Depressionen oder Angststörungen wirkt sich oft auch positiv auf das Liebesleben der behandelten Personen aus. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der TU Dresden.

Ein Großteil der knapp 500 Patienten, die sich im Dresdner Institut für Klinische, Diagnostische und Differentielle Psychologie wegen Depressionen oder Angststörungen behandeln ließen, berichteten auch über sexuelle Probleme. Wenn die psychischen Störungen erfolgreich behandelt werden konnten, besserte sich in vielen Fällen beispielsweise auch eine mangelnde Erektions- oder Orgasmusfähigkeit und das generelle sexuelle Interesse stieg an. Diese positiven Nebeneffekte der Psychotherapie stellten sich ein, obwohl die sexuellen Probleme nicht konkret behandelt wurden. Über mögliche Gründe für diesen Zusammenhang können bislang nur Vermutungen angestellt werden.

Bei einem Teil der behandelten Personen besserten sich die sexuellen Probleme nach einer erfolgreichen Behandlung der Angststörungen oder Depressionen jedoch nicht. Der Vorschlag der Wissenschaftler lautet daher: Sexuelle Dysfunktionen, die begleitend zu psychologischen Erkrankungen auftreten, sollten mehr Beachtung finden. Denn so könne besser beurteilt werden, wann eine sexualtherapeutische Behandlung sinnvoll ist.

Weitere Informationen zum Thema:

Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen zum Thema Sexualität an einen der Experten in unseren Expertenrat-Foren auf www.meinpsychiater.de.

Presseinformation der Technischen Universität Dresden: Besserer Sex als Nebeneffekt einer erfolgreichen Psychotherapie. 12. März 2009

Alle News

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 19.03.2009
 
Tipp