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Zecken haben Hochsaison von April bis Oktober

Infektionsrisiko für Borreliose und FSME steigt in der warmen Jahreszeit

Besonders auf Wiesen und in Wäldern besteht ein erhöhtes Risiko für Zeckenstiche

Besonders auf Wiesen und in Wäldern besteht ein erhöhtes Risiko für Zeckenstiche
(Quelle: BananaStock)

Mit steigenden Temperaturen erhöht sich die Gefahr von Infektionen mit Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Daten der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) belegen die weiterhin steigende Tendenz von Borreliose- und FSME-Meldungen in Deutschland.

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Deutschland. Erstes Anzeichen ist eine ringförmige Hautrötung, die etwa ein bis zwei Wochen nach einem Zeckenstich an der Einstichstelle entsteht. Spätere Folgen sind Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Weitaus seltener ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Sie beginnt zunächst wie eine leichte Sommergrippe, darauf folgt eine beschwerdenfreie Zeit von wenigen Tagen bis mehreren Wochen. Bei zehn Prozent der Betroffenen entzünden sich anschließend die Hirnhäute und das Gehirn. Bleibende Lähmungen oder lang anhaltende Kopfschmerzen sind mögliche Folgen. Etwa ein Prozent aller FSME-Erkrankten stirbt an der Infektion.

Nach wie vor bestehen in Deutschland jedoch große Wissenslücken bezüglich der Gefahr dieser Erkrankungen. "Eine sachliche Aufklärung ist deshalb enorm wichtig", erklärt die Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. Die DAK hat daher einige Tipps zusammengestellt, wie man sich vor Zecken schützen kann und was im Notfall zu tun ist. Im Wald sollten geschlossene Schuhe und Kleidungsstücke getragen werden, ungeschütztes Sitzen auf dem Boden sollte man vermeiden. Insektenabweisende Mittel können zusätzlich helfen, die Blutsauger fernzuhalten. Findet man eine Zecke in der Haut, ist eine möglichst schnelle und fachgerechte Entfernung ratsam, im Zweifel am besten durch einen Arzt. Abgeraten wird von einer Betäubung der Zecke beispielsweise durch Nagellackentferner, weil sie dadurch verstärkt Magensaft absondert. Für Reisen in Risikogebiete empfiehlt sich eine FSME-Impfung, die von den meisten Krankenkassen bezahlt wird.

Weitere Informationen zum Thema:

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Pressemitteilung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK): Infektionskrankheiten durch Zecken nehmen zu. 18. März 2009
Online-Informationen der Deutschen Angestellten-Krankenkasse, Hamburg: www.dak.de (Stand: März 2009)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 02.04.2009
 
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