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WHO befürchtet weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe

Infektion kann laut Gesundheitsexperten behandelt werden

Eine neue Variante der Schweinegrippe hat in Mexiko eine Infektionswelle ausgelöst

Eine neue Variante der Schweinegrippe hat in Mexiko eine Infektionswelle ausgelöst
(Foto: Pixelio/mad max)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe. In Mexiko sind seit dem Ausbruch der Krankheit mutmaßlich über 100 Menschen durch das auf den Menschen übertragbare Grippe-Virus gestorben. Gesundheitsexperten warnen vor dem Ernst der Lage, sehen aber keinen Grund zur Panik, da sich die Grippe-Erkrankung mit Medikamenten behandeln lässt.

Die Schweinegrippe ist eine hoch ansteckende Atemwegserkrankung bei Schweinen, die in der Regel nur selten tödlich für die Tiere endet. Auslöser ist in den meisten Fällen der Erreger H1N1. In erster Linie befällt das Virus Schweine, hin und wieder treten jedoch auch Infektionen bei Menschen auf. Die Infektion erfolgt normalerweise durch den Kontakt mit infizierten Tieren, die Übertragung von Mensch zu Mensch ist aber ebenfalls möglich. Eine Ansteckung durch Fleisch, das bei über 70°C gegart wurde, ist dagegen ausgeschlossen. Nun hat in Mexiko eine neue Variante des Influenza-Virus laut aktuellen Pressemeldungen bereits über 1600 Menschen infiziert, mehr als 100 sind bislang vermutlich an den Folgen der Infektion gestorben. Auch in den USA wurde der Erreger bereits bei 20 Erkrankten nachgewiesen, allerdings war der Verlauf in keinem Fall lebensbedrohlich und die Betroffenen mussten nur kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden.

In Deutschland gibt es bislang keine Verdachtsfälle der Influenza-Erkrankung. Da aber viele Fragen noch nicht geklärt sind, bleiben Reiseempfehlungen und konkrete Notfallmaßnahmen zunächst abzuwarten. Besonders Mexiko-Reisende sollten dennoch vermehrt auf mögliche Anzeichen einer Ansteckung achten und im Zweifelsfall schnell einen Arzt aufsuchen. Der Präsident des Robert Koch-Instituts Professor Jörg Hacker weist auf den Ernst der Lage hin, sieht aber Hoffnung in den Behandlungserfolgen amerikanischer Ärzte: "Die Medikamente, die verwendet werden, um Grippekranke zu kurieren, greifen hier, so weit wir von den amerikanischen Kollegen wissen", so Hackers Aussage gegenüber dem Deutschlandfunk.

Weitere Informationen zum Thema:

In der Hausarzt-Expertenrat können Sie persönliche Fragen zum Thema direkt an unsere Experten richten.

Online-Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Genf: www.who.int (Stand April 2009)
Deutschlandfunk-Interview mit Jörg Hacker: www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/955585/

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 27.04.2009
 
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