Tipp

Kann Abhärtungstraining gegen Kopfschmerz helfen?

Kampfsport setzt Schmerzschwelle herauf

Asiatische Kampfkunst könnte bei der Behandlung von Kopfschmerzen Wirkung zeigen

Asiatische Kampfkunst könnte bei der Behandlung von Kopfschmerzen Wirkung zeigen
(Foto: DAK/Schläger)

Ein Abhärtungstraining gegen Schmerzen, wie es von asiatischen Kampfsportarten bekannt ist, könnte möglicherweise auch bei der Behandlung von Kopfschmerzen Wirkung zeigen. Das ist die Vermutung von Wissenschaftlern der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster.

Beim Abhärtungstraining ist es üblich, sich vorsätzlich Schmerzen zuzufügen, um sich dauerhaft dagegen abzuhärten. Die Wissenschaftler untersuchten an 100 Sportlern asiatischer Kampfkünste, wie sich dieses Abhärtungstraining auswirkt. Sie fanden heraus, dass die Schmerzschwellen während des Abhärtungstrainings beim Kung Fu anstiegen. Das bedeutet, dass ein Reiz immer stärker werden muss, um denselben Schmerz zu erzeugen. Obwohl bei den Übungen niemals das Gesicht, sondern nur Arme und Beine berührt wurden, stieg auch die Schmerzschwelle im Gesicht an. Das Abhärtungstraining könnte somit auch Kopfschmerzen verringern.

Die Wissenschaftler möchten nun genauer untersuchen, ob eine kontrollierte Aktivierung der Schmerzhemmung auch zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen zum Thema:

Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen an die Experten unserer Hausarzt-Expertenrat.

Presseinformation der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Asiatische Kampfkunst erhöht Schmerzschwellen - Studie untersucht, wie Abhärtungstraining auf Schmerzempfindung wirkt. (Stand: 26. Mai 2009)

Alle News

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 12.06.2009
 
Tipp