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Schäden im Erbgut durch Cannabis?

Rauch der Hanfpflanze könnte das Krebsrisiko erhöhen

Der Rauch von Cannabis ist möglicherweise krebserregend

Der Rauch von Cannabis ist möglicherweise krebserregend
(Foto: Pixelio/Hamfel)

Cannabis-Rauch könnte das Krebsrisiko ähnlich wie Zigarettenqualm erhöhen. Britische Forscher untersuchten im Labor die DNS-schädigenden Effekte der Dämpfe, die beim Verbrennen der illegalen Droge entstehen.

Zahlreiche Studien belegen die krebserregende Wirkung des blauen Dunsts, den etliche Tabakraucher täglich inhalieren. Doch über den Rauch des grünen Krauts – bezeichnet als Cannabis, Hanf oder Gras – ist in Bezug auf das Krebsrisiko bislang wenig bekannt. Britische Forscher untersuchten nun im Labor, welchen Einfluss die berauschenden Dämpfe auf das Erbgut von Zellen aus dem Lungengewebe haben. Dabei stellten sie fest, dass Cannabis-Rauch die DNS ähnlich wie Zigarettenqualm schädigt.

Zwar kann mithilfe solcher Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen werden, ob Cannabis-Raucher auch tatsächlich häufiger an Krebs erkranken, die Ergebnisse liefern dennoch einen klaren Hinweis darauf, dass das Rauchen von Cannabis die körperliche Gesundheit durch ein möglicherweise erhöhtes Krebsrisiko zusätzlich beeinträchtigen könnte. Denn in früheren Studien konnte bereits gezeigt werden, dass drei bis vier Cannabis-Zigaretten am Tag den gleichen schädigenden Effekt auf die Schleimhaut der Luftwege haben, wie 20 Zigaretten. Außerdem problematisch: die meisten Kiffer inhalieren den Rauch der Pflanzen im Vergleich zu Zigaretten wesentlich tiefer, wodurch die Lunge stärker beansprucht wird.

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Pressemitteilung der University of Leicester: ‚Cannabis alters DNA' - new study. 16. Juni 2009
Singh et al.: Evaluation of the DNA Damaging Potential of Cannabis Cigarette Smoke by the Determination of Acetaldehyde Derived N2-Ethyl-2?-deoxyguanosine Adducts. Chemical Research in Toxicology, 22, 1181-1188

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 13.07.2009
 
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