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Erektionsstörungen durch Schnarchen und Sauerstoffmangel?

Mit Atemmasken gegen sexuelle Funktionsstörungen

Erektionsstörungen treten häufig bei Männern mit Schlafapnoe-Syndrom auf

Erektionsstörungen treten häufig bei Männern mit Schlafapnoe-Syndrom auf
(Foto: Pixelio/Susanne Schmich)

Das Auftreten von Erektionsstörungen bei Männern könnte möglicherweise mit dem Schlafapnoe-Syndrom und nächtlichen Atemaussetzern in Zusammenhang stehen. Zu diesem Ergebnis kamen Mediziner und Wissenschaftler aus Bayern in einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Die Forscher untersuchten mehr als 400 Männer mit einem vermuteten Schlafapnoe-Syndrom auf erektile und sexuelle Störungen. Bei etwa 370 konnte das nächtliche Schnarchen mit Atemaussetzern sicher festgestellt werden. Gut zwei Drittel der Männer mit Schlafapnoe-Syndrom waren gleichzeitig auch von Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) betroffen. Die Forscher konnten so in ihrer Studie nachweisen, dass nächtlicher Sauerstoffmangel neben dem Alter des Betroffenen einen stärkeren Zusammenhang mit Erektionsstörungen und anderen sexuellen Funktionsstörungen hat, als bisher angenommen wurde. Daneben bestätigten sie auch die gängige Meinung, wonach Erkrankungen an Herz und Gefäßen, ein hoher Blutdruck und Diabetes mellitus in Zusammenhang mit Erektionsstörungen stehen.

Die erektile Dysfunktion - auch Impotenz genannt - ist unter Männern ein häufig auftretendes gesundheitliches Problem, das jedoch stark tabuisiert wird. Zumindest den Betroffenen, die gleichzeitig auch am Schlafapnoe-Syndrom mit Sauerstoffmangel leiden, könnte eine nachts aufgesetzte Atemmaske dabei helfen, die Beschwerden beider Erkrankungen zu mindern. Diese Annahme wollen die Forscher nun in einem nächsten Schritt überprüfen.

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Pressemitteilung des Universitätsklinikums Regensburg: Assoziation zwischen Schlafapnoe und erektiler Dysfunktion. 7. Juli 2009
Budweiser, S. et al.: Sleep Apnea is an Independant Correlate of Erectile and Sexual Dysfunktion. The Journal of Sexual Medicine. Online-Publikation (Juni 2009)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 27.07.2009
 
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