Tipp

Vorsicht beim Kauf von Strandspielzeug

Plastikprodukte können verbotene Weichmacher und krebserregende Stoffe enthalten

Strandspielzeug für Kinder kann gesundheitsschädliche Stoffe enthalten

Strandspielzeug für Kinder kann gesundheitsschädliche Stoffe enthalten
(Foto: DAK/Bause)

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz rät zur Vorsicht beim Kauf von Strandspielzeug. In einem aktuellen Test stellte sich heraus, dass einige Plastikprodukte für Kinder gesundheitsschädliche Weichmacher oder andere krebserregende Stoffe enthalten.

Im Test wurden 24 Strandspielsachen für Kinder wie aufblasbare Boote, Luftmatratzen, Wasserbälle, Schwimmflügel, Schwimmtiere und Schwimmreifen unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass ein Wasserball – trotz bestehenden Verbots – den gesundheitsschädigenden Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) enthielt. Diese Wasserbälle werden zwar nicht mehr produziert, befanden sich aber vor den Tests noch als Restposten im Verkauf. Anders war die Lage bei drei Schwimmreifen. Sie enthielten die als krebserregend geltende Stoffklasse der Polyzyklischen Aromatischen Wasserstoffe (PAK). Doch für PAK gibt es keine verbindlich festgelegten Grenzwerte, weshalb die Produkte, anders als die DEHP-haltigen Wasserbälle, nicht aus dem Handel genommen werden konnten.

Eltern empfiehlt das LUA Rheinland-Pfalz deshalb, verstärkt auf den Geruch von Plastikprodukten für Kinder zu achten. Denn Strandspielzeug mit einem hohen Anteil an PAK riecht oft stark nach Teer oder Mottenkugeln und sollte nicht in Kinderhände geraten. Ob Gummi- und Plastikspielzeug gefährliche Weichmacher enthält, lässt sich dagegen leider nicht so einfach feststellen. Daher sollte man beim Kauf von Spielzeug für Kinder darauf achten, dass die Produkte als "PVC-frei" gekennzeichnet sind. Denn Produkte, die aus anderen Kunststoffverbindungen als PVC hergestellt werden, kommen meistens ohne Weichmacher aus.

Weitere Informationen zum Thema:

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Pressemitteilung des Landesuntersuchungsamts Rheinland-Pfalz: Weichmacher und PAK: Bei Strandspielzeug aufs Etikett und den Geruch achten. 23. Juli 2009

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 10.08.2009
 
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