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Schädliche Stoffe in Silikonspielzeug

Hamburger Umweltinstitut warnt vor gefährlichen Substanzen

Besonders für Kinder können die Inhaltsstoffe der Fluffy Balls gefährlich sein

Besonders für Kinder können die Inhaltsstoffe der Fluffy Balls gefährlich sein
(Foto: Hamburger Umweltinstitut)

Das Hamburger Umweltinstitut e.V. warnt vor dem Kauf von Silikonspielzeug für Kinder. In einer wissenschaftlichen Untersuchung konnte am Beispiel der in China produzierten "Fluffy Balls" gezeigt werden, dass die bunten Bälle aus Silikon mehrere gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.

Wie die Untersuchung zeigte, lassen sich in den bei Kindern beliebten Bällen verschiedene Schadstoffe nachweisen, die eine hormonähnliche Wirkung besitzen und Krebs verursachen können. Pro Kilogramm können bis zu zehn Gramm an schädlichen Stoffen in Form von Gas aus den Bällen entweichen und so über die Atemluft in den Körper gelangen. Besonders bedenklich ist dabei, dass sich die Chemikalien auch in der Muttermilch anreichern können. Daneben seien die Bälle leicht entzündlich und stellen außerdem durch die lange elastische Kordel, an der sie befestigt sind, ein zusätzliches Sicherheitsrisiko für Kinder dar, so das Hamburger Umweltinstitut.

Der wissenschaftliche Leiter des Instituts, Prof. Dr. Michael Braungart, rät daher vom Kauf der Bälle sowie ähnlicher Produkte ab und fordert neue, langfristige Regelungen für schädliche Inhaltsstoffe in Kinderspielzeug. Denn noch sind viele gesundheitsschädigende Substanzen in den aktuellen Regelungen nicht erfasst. Einige andere Länder haben dagegen im Fall der "Fluffy Balls" bereits reagiert. Beispielsweise wurden die Bälle in Griechenland in diesem Jahr aus dem Handel genommen. In Spanien und der Schweiz besteht sogar bereits seit 2006 ein Verbot der Silikonprodukte.

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Pressemitteilung des Hamburger Umweltinstituts e.V.: Silikone als neue Schadstoffquelle im Kinderzimmer. 25. August 2009

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 27.08.2009
 
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