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Nanosilber in Alltagsprodukten

Bund für Umwelt und Naturschutz warnt vor möglichen Risiken

Produkte wie Socken mit Nanosilber sind laut der BUND-Studie gesundheitlich bedenklich

Produkte wie Socken mit Nanosilber sind laut der BUND-Studie gesundheitlich bedenklich
(Foto: Pixelio/S.G.S)

Die zunehmende Verwendung von Nanosilber in handelsüblichen Produkten birgt verschiedene Risiken für Gesundheit und Umwelt. Darauf weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer kürzlich veröffentlichen Studie hin.

Nanosilber ist die Bezeichnung für Silberteilchen, die mehr als 1000-fach kleiner sind, als der Durchmesser eines menschlichen Haars. Wie auch herkömmliches Silber, besitzt Nanosilber eine keimtötende Wirkung. Im medizinischen Bereich kommt es daher bereits seit einiger Zeit als Antibiotikum zum Einsatz, doch auch immer mehr Alltagsprodukte werden mit den Silberpartikeln ausgestattet. Ein geläufiges Beispiel dafür sind Socken oder T-Shirts, die durch die Wirkung von Nanosilber unangenehme Körpergerüche verhindern sollen. Aber auch in vielen anderen Produkten wie Lebensmittelverpackungen, Haushaltsgeräten, Farben und Kosmetikartikeln sind die Teilchen immer häufiger enthalten – eine Kennzeichnungspflicht gibt es nicht.

Laut der BUND-Studie „Nanosilber – der Glanz täuscht“ liefern verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen genügend Anhaltspunkte, die den unkontrollierten Einsatz von Nanosilber in Verbraucherartikeln gesundheitlich und ökologisch bedenklich machen. So gebe es Hinweise darauf, dass Nanosilber im Körper zu Lungen- oder Leberschäden führen kann. Die Anreicherung in der Umwelt sei besonders für Tiere in frühen Entwicklungsstadien problematisch, da die Partikel bei ihnen scheinbar eine besonders giftige Wirkung haben. Zudem bestehe die Gefahr, dass sich durch den unnötigen Einsatz resistente Erreger bilden, die den medizinischen Einsatz von Nanosilber beeinträchtigen. Aus diesem Grund fordert der BUND die Bundesregierung auf, bestehende Gesetze, Verordnungen und Richtlinien entsprechend anzupassen und die Vermarktung des Stoffs in Konsumprodukten zu stoppen, bis aussagekräftigere Daten vorliegen. Verbrauchern bietet der BUND hier ausführliche Informationen zum Thema.

Weitere Informationen zum Thema:

In der Hausarzt-Expertenrat können Sie persönliche Fragen zum Thema direkt an unsere Experten richten.

Online-Informationen des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): http://www.bund.net 2. Dezember 2009

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 05.02.2010
 
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