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Neue Regelungen bei Schwangerschaftskonflikten

BZgA informiert Schwangere über das Leben mit einem behinderten Kind

Ärzte müssen Eltern über das Leben mit einem behinderten Kind aufklären

Ärzte müssen Eltern über das Leben mit einem behinderten Kind aufklären
(Foto: Claus Theo Gärtner)

Ab dem 1. Januar 2010 treten Änderungen des Schwangerschafts- konfliktgesetzes (SchKG) in Kraft, die Ärzte dazu verpflichten, Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik aufzuklären. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt zu diesem Zweck Informationsmaterial für Betroffene zur Verfügung.

Durch die Gesetzesänderungen sind Ärzte zukünftig dazu verpflichtet, Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind sowie das Leben von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung zu informieren. Für die meisten Betroffenen ist ein auffälliger Befund oft zunächst ein Schock, der Unsicherheit und Sorge auslöst. Um Aufklärung zu leisten und Ängste zu nehmen, bietet die BZgA eine Informationsbroschüre zum Thema an, die bei Ärzten, gynäkologischen Fachkräften und im Internet kostenlos bezogen werden kann. Sie soll Eltern helfen, mit der Diagnose umzugehen und informiert unter anderem darüber, wo sie in dieser schweren Situation konkrete Hilfe erhalten können. So weist die BZgA etwa darauf hin, dass jeder das Recht auf eine psychosoziale Beratung hat. Darüber hinaus können Eltern der Broschüre Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen sowie Behindertenverbänden und Verbänden von Eltern behinderter Kinder entnehmen.

„Die Nachricht, dass das ungeborene Kind vielleicht mit einer schweren Beeinträchtigung zur Welt kommen wird, löst bei werdenden Eltern große Sorgen aus. Oft haben sie Angst, vor dem, was auf sie zukommt und gleichzeitig stellen sich ihnen viele Fragen“, sagt Professor Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Ergänzend zur ärztlichen Beratung will die BZgA mit der Handreichung Eltern helfen, mit der neuen und schwierigen Situation umzugehen und Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden. Sie soll den Eltern Perspektiven für ein Leben mit einem behinderten Kind aufzeigen.“

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes zum 1. Januar 2010. 16. Dezember 2009

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 27.01.2011
 
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