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Vorsicht bei Erkältungsmedikamenten für Kinder

Präparate mit ätherischen Ölen nicht immer geeignet

Erkältungsmedikamente mit ätherischen Ölen sind für Kinder nicht immer geeignet

Erkältungsmedikamente mit ätherischen Ölen sind für Kinder nicht immer geeignet
(Foto: BananaStock)

Erkältungsmedikamente mit ätherischen Ölen sind für Kinder nicht immer geeignet. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin und rät von einer Anwendung bei Kleinkindern und Säuglingen ab.

Eukalyptusöl und seine Zubereitungen sollten nicht im Gesicht von Säuglingen und Kleinkindern verwendet werden. Pfefferminzöl darf bei ihnen nicht direkt im Mund- und Nasenbereich oder auf dem Brustkorb aufgetragen werden. Es besteht das Risiko eines Krampfs der Atemwege, im Extremfall kann es zu Atemnot kommen. Auch vermeintlich harmlose Erkältungsbäder sind für die Kleinsten nicht immer empfehlenswert. "Was Erwachsenen gut tun, kann Kindern gefährlich werden. Eltern sollten deshalb immer den Beipackzettel lesen oder vor der Anwendung eines Medikaments beim Apotheker nachfragen", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA. In Apotheken erhalten Eltern Informationen über altersgerechte Arzneimittel. Hustenden Kleinkindern helfen zum Beispiel Arzneimittel mit Extrakten aus den Heilpflanzen Thymian oder Efeu.

Auch der schmerzstillende Wirkstoff Paracetamol kann für Kinder gefährlich sein. Bei einer Überdosierung drohen Leberschäden. Paracetamol wird Kindern als Monopräparat gegen Schmerzen oder Fieber gegeben und ist in einigen so genannten "Grippemitteln" enthalten. Durch die Kombination verschiedener Arzneimittel oder Darreichungsformen, wie Tabletten, Zäpfchen oder Säften, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu unbeabsichtigten Überdosierungen. Bekommt das Kind mehrere Arzneimittel, sollten Eltern darauf achten, dass das Kind nicht versehentlich zu viel Paracetamol einnimmt. Die Gesamtdosis sollte auf das Alter und das Gewicht abgestimmt werden. In der Regel werden zehn bis 15 Milligramm Paracetamol pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes als Einzelgabe, pro Tag höchstens 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gegeben. Ist die mehrfache Gabe eines Schmerzmittels nötig, sollten zwischen den Einnahmen mindestens sechs Stunden liegen.

Weitere Informationen zum Thema:

In der Expertenrat "Erkältung/Grippaler Infekt" können Sie persönliche Fragen zum Thema direkt an unsere Experten richten.

Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA): Erkältungsmedikamente können für Kinder riskant sein. 11. Januar 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 18.01.2010
 
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