Tipp

Eifersucht bei Erstgeborenen vermeiden

Kind in die Vorbereitung der Geburt eines Geschwisters mit einbeziehen

Um Eifersucht zu vermeiden, sollten Eltern ihre Erstgeborenen in die Vorbereitung auf die Geburt mit einbeziehen

Um Eifersucht zu vermeiden, sollten Eltern ihre Erstgeborenen in die Vorbereitung auf die Geburt mit einbeziehen
(Foto: BananaStock)

Eltern sollten Ihre erstgeborenen Kinder bewusst in die Vorbereitung der Geburt eines Geschwisters mit einbeziehen, um Ängste und Eifersucht zu vermeiden. Dies empfiehlt Dr. Maik Herberhold, Vorsitzender des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP).

"Insbesondere Kinder zwischen ein und vier Jahren reagieren sehr eifersüchtig, wenn ihnen nach der Geburt eines Bruders oder einer Schwester nicht mehr die alleinige Aufmerksamkeit der Eltern zukommt. Das Erstgeborene in die Vorbereitung auf die Geburt des Geschwisterkindes mit einzubeziehen nimmt ihm die Angst vor dem zukünftigen Geschwister", so Dr. Herberhold. Beispielsweise kann man mit dem Kind zusammen einen Platz für das Babybett des kleinen Geschwisters suchen oder Babykleidung und Spielsachen auswählen. "Für das Kind ist es auch meist sehr interessant, mit den Eltern zusammen die eigenen Babyfotos anzuschauen und sich so auf das neue Familienmitglied einzustellen".

Bekommen Erstgeborene ein Geschwister, fallen sie nicht selten in ein Babyverhalten zurück. "So wollen viele größere Kinder wieder aus der Flasche trinken, einen Schnuller haben oder sie sprechen in der Babysprache. Es kann auch vorkommen, dass Kinder die Aggression der Eifersucht gegen sich selbst richten und zum Bespiel anfangen, Fingernägel zu kauen", erläutert Dr. Herberhold. Die Großen brauchen dann besonders viel Aufmerksamkeit und müssen sich der Liebe der Eltern sicher sein. "Viel Schmusen und viel Toben zeigt den älteren Kindern zum einen die Zuneigung der Eltern und erlaubt ihnen zum anderen, mögliche Aggressionen auszuleben", rät der BKJPP-Experte. "Auch häufigere Unternehmungen eines Elterteils nur mit dem Erstgeborenen geben ihm das Gefühl der ungeteilten Aufmerksamkeit."

Weitere Informationen zum Thema:

In der Expertenrat Erziehungsprobleme können Sie weitere Fragen zu diesem Thema direkt an unsere Experten richten.

Pressemitteilung des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP): Eifersucht: Kind in die Vorbereitung der Geburt eines Geschwisters mit einbeziehen. 17. Februar 2010

Alle News

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 19.02.2010
 
Tipp