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Medikamenten-Wechselwirkung bei Brustkrebs

Apotheker warnen vor gleichzeitiger Einnahme bestimmter Arzneimittel

Das Brustkrebs-Medikament Tamoxifen verträgt sich nicht mit dem Antidepressivum Paroxetin

Das Brustkrebs-Medikament Tamoxifen verträgt sich nicht mit dem Antidepressivum Paroxetin
(Foto: BananaStock)

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V. (DPhG) warnen vor der gleichzeitigen Einnahme des Brustkrebs-Medikaments Tamoxifen mit dem Antidepressivum Paroxetin. Durch die Wechselwirkung der beiden Arzneistoffe kann sich das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu sterben.

AMK und DPhG beziehen sich unter anderem auf eine Studie aus Kanada, die vor kurzem im Fachblatt "British Medical Journal" veröffentlicht worden ist. In dieser Studie konnte ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paroxetin und dem Versagen einer Tamoxifen-Therapie bei Frauen mit Brustkrebs beobachtet werden. Je länger die beiden Medikamente zusammen eingenommen wurden, desto höher war das Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Nach den Berechnungen der Autoren kam es innerhalb von fünf Jahren zu einem zusätzlichen Brustkrebstodesfall unter 20 Betroffenen, wenn Paroxetin während 41 Prozent der Tamoxifen-Therapie eingenommen wurde.

Tamoxifen muss im Körper durch ein Enzym in der Leber in eine wirksame Form umgewandelt werden. Das Antidepressivum Paroxetin blockiert dieses Enzym und verringert dadurch die Wirksamkeit von Tamoxifen. "Bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel kann es zu Wechselwirkungen kommen. Damit Arzneimittel ihre positive Wirkung vollständig entfalten können, ist es wichtig, auf mögliche Wechselwirkungen zu prüfen", sagt Professor Dr. Martin Schulz, der Vorsitzende der AMK. Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, der Präsident der DPhG, empfiehlt allen betroffenen Patientinnen, sich an den behandelnden Arzt oder den Apotheker zu wenden. "Apothekerinnen und Apotheker sind wissenschaftlich hervorragend qualifiziert und können bei Arzneimittel-Wechselwirkungen kompetent beraten und wenn notwendig Alternativen nennen."

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Pressemitteilung der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft e.V. (DPhG): Warnung vor Arzneimittel-Wechselwirkung bei Brustkrebs. 4. März 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 09.03.2010
 
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