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Stillen und frühe Mutterschaft senken das Brustkrebsrisiko

Neue Untersuchungen bekräftigen alte Hypothese

Langes Stillen und ein frühe Mutterschaft senken das Brustkrebsrisiko

Langes Stillen und ein frühe Mutterschaft senken das Brustkrebsrisiko
(Foto: BananaStock)

Frauen, die früh ein Kind bekommen und lange stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Diese alte Hypothese konnte eine Forschungsgruppe der Oxford Universität nun durch neue Untersuchungen weiter bekräftigen.

Bereits seit längerem gehen Krebsforscher davon aus, dass eine frühe Mutterschaft und langes Stillen das Brustkrebsrisiko bei Frauen senken können. Denn die Zahl von Brustkrebserkrankungen ist in Entwicklungsländern deutlich niedriger als in Industrienationen, wo Frauen seltener und durchschnittlich später Kinder bekommen. Aktuelle Untersuchungen ergaben nun, dass besonders das Alter der ersten Geburt entscheidend ist. Den höchsten Schutz haben demnach Frauen, die um das 18. Lebensjahr ein Kind entbinden und dann möglichst lange stillen. Durch jede zusätzliche Geburt und Stillzeit sinkt das Erkrankungsrisiko weiter. Zwar tritt der schützende Effekt erst etwa zehn Jahre später ein, bleibt dann aber dauerhaft bestehen. Da die Schutzwirkung bei Früh- oder Fehlgeburten nicht gegeben ist, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass hormonelle Veränderungen in der Spätschwangerschaft dabei eine Rolle spielen.

Den Aussagen der Forscher zufolge ließe sich die Zahl der Brustkrebserkrankungen in Industrieländern mehr als halbieren, wenn Frauen wieder mehr Kinder gebären und länger stillen würden. Weil aber mit solch einer Entwicklung nicht zu rechnen sei, spricht sich die Studienleiterin für die Erforschung von Stoffen aus, mit denen sich der schützende Effekt nachahmen lässt.

Weitere Informationen zum Thema:

Im Exertenrat „Rund ums Stillen“ können Sie persönliche Fragen zum Thema direkt an unsere Experten richten.

Ärzte Zeitung: Früh ein Kind bekommen und lange stillen – das schützt am besten vor Brustkrebs. 24. März 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 25.03.2010
 
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