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Lebensgefährlich: Babys schütteln

Aufklärungskampagne gegen Schütteln von Säuglingen gestartet

Schütteln kommt häufig als Kurzschlussreaktion auf anhaltendes Schreien vor

Schütteln kommt häufig als Kurzschlussreaktion auf anhaltendes Schreien vor
(Foto: BananaStock)

Heftiges Schütteln kann für kleine Kinder lebensgefährlich sein und schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Darüber informieren das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg (LGA) und die Techniker Krankenkasse (TK) nun im Rahmen einer gemeinsamen Aufklärungskampagne.

Meistens geschieht es als Kurschlussreaktion auf scheinbar endloses Schreien eines Babys: Ein Elternteil verliert die Beherrschung und schüttelt das Kind heftig durch. Was vielen lediglich als unangemessen grob erscheinen mag, kann jedoch das Leben und die Gesundheit eines Kindes ernsthaft gefährden. Jährlich werden etwa 120 Kinder mit einem so verursachten Schütteltrauma in Kliniken eingeliefert, die Dunkelziffer liegt vermutlich noch höher. Durch das Hin- und Herschlagen des Kopfes kann es im noch empfindlichen Gehirn sowie in den Augen von Babys und Kleinkindern leicht zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen. Mögliche bleibende Schäden sind Entwicklungsstörungen mit Seh-/Hör- oder Sprachausfällen, körperliche und geistige Behinderungen, Verhaltensstörungen und Krampfleiden.

Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, sieht noch erheblichen Nachholbedarf bei der Aufklärung über das Schütteltrauma: "Heftiges Schütteln löst die gleichen Folgen aus wie der Aufprall eines nicht angegurteten Säuglings in einem Auto mit 50 Stundenkilometer auf eine Mauer. Das müssen wir den Eltern bewusst machen." Aus diesem Grund informiert nun eine Aufklärungskampagne über die Gefahren des Schüttelns und gibt Tipps, wie man das Leben mit Babys, die viel schreien, besser meistern kann. Ausführliche Informationen bieten die Internetseite schuetteln-ist-lebensgefaehrlich.de und ein Faltblatt, das untenstehend als PDF-Dokument herunter geladen werden kann.

Weitere Informationen zum Thema:

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Informationsblatt:


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Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg: Gemeinsame Kampagne gegen Schütteltrauma gestartet. 31. März 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 12.04.2010
 
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