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Kein erhöhtes Hirntumorrisiko durch Handys

Internationale Studie zu Folgen des mobilen Telefonierens veröffentlicht

Mobiles Telefonieren erhöht bei normaler Nutzung nicht das Hirntumorrisiko

Mobiles Telefonieren erhöht bei normaler Nutzung nicht das Hirntumorrisiko
(Foto: Pixelio/Peter Kirchhoff)

Mobiles Telefonieren erhöht nicht das Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken. Dies ist das Ergebnis der internationalen Studie Interphone, bei der Menschen aus acht europäischen Ländern sowie Australien, Israel, Japan, Kanada und Neuseeland untersucht wurden.

Mobil- und Schnurlostelefone senden beim Telefonieren hochfrequente elektromagnetische Felder aus. Zum Schutz der Bevölkerung gibt es Grenzwerte, unterhalb derer nach derzeitigem Wissen keine Gesundheitsschäden zu erwarten sind. Nicht zuletzt aufgrund der rapiden Verbreitung des Mobilfunks werden jedoch immer wieder Befürchtungen über mögliche Risiken laut.

Die Interphone Studie sollte mögliche Gesundheitsrisiken aufspüren. Weil Telefone direkt an den Kopf gehalten werden, wollte man in erster Linie untersuchen, ob die Nutzung von Handys die Entwicklung von Hirntumoren (Gliomen und Meningeomen) bei Erwachsenen fördert. Zwischen 2000 und 2003 wurden insgesamt 2.765 Gliom- und 2.425 Meningeom-Patienten sowie 7.658 gesunde Vergleichspersonen zu ihren Telefonier-Gewohnheiten befragt. Damit ist Interphone die bisher größte Fall-Kontrollstudie, die Handygebrauch und Tumorrisiken untersucht hat. Sie erfasste vor allem kurzzeitige Handynutzer, aber auch eine Anzahl von Personen, die bereits vor 1994 begannen, mobil zu telefonierten.

Insgesamt war das regelmäßige Telefonieren mit einem Handy nicht mit einem höheren Risiko für Gliome oder Meningeome verbunden. Berücksichtigt man die gesamte Nutzungsdauer in Stunden, so zeigt sich nur bei den allerstärksten Nutzern (fünf Prozent der Teilnehmer) ein erhöhtes Risiko, an einem Gliom zu erkranken, und zwar insbesondere bei denjenigen, die das Handy nach eigenen Angaben bevorzugt einseitig an die vom Gliom betroffene Kopfseite gehalten haben.

Weitere Informationen zum Thema:

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Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz: Kein erkennbar erhöhtes Hirntumorrisiko durch mobiles Telefonieren. 17. Mai 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 20.05.2010
 
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