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Solarien und Hautkrebs

Risiko vermutlich höher als bislang angenommen

Solarien erhöhen das Hautkrebsrisiko vermutlich stärker als bisher angenommen

Solarien erhöhen das Hautkrebsrisiko vermutlich stärker als bisher angenommen
(Foto: Pixelio/manwalk)

Das Risiko, durch die Nutzung einer Sonnenbank an Hautkrebs zu erkranken, ist vermutlich deutlich höher als bislang angenommen. Darauf weisen die neuesten Ergebnisse einer Studie der Universität von Minnesota hin.

Die Wissenschaftler befragten 1.167 Menschen mit Melanomen im Alter von 25 bis 59 Jahren zu ihren Sonnenbank-Gewohnheiten und den jeweils verwendeten Geräten. Zur Kontrolle wurden weitere 1.101 Personen befragt, die nicht an Hautkrebs litten. Dabei stellte sich heraus, dass das Hautkrebsrisiko durch die Nutzung von Solarien unabhängig von der Nutzungsdauer um 74 Prozent steigt. Dauernutzer, die in ihrem Leben bereits mehr als 50 Stunden im Solarium verbrachten, 100 Bräunungssitzungen hinter sich haben oder Solarien seit mehr als 10 Jahren nutzen, erkranken sogar zwei- bis dreimal häufiger an Hautkrebs. Diese Ergebnisse waren unabhängig vom verwendeten Gerät, wobei Modelle mit einem hohen Anteil an UV-A-Strahlen das Hautkrebsrisiko den Forschern zufolge sogar um mehr als das Vierfache erhöhen können.

Zwar lässt sich durch diese Art der Untersuchung nicht vollständig ausschließen, dass möglicherweise auch andere Faktoren als die Sonnebankstrahlung zu dem erhöhten Hautkrebsrisiko der Studienteilnehmer beigetragen haben. Dennoch konnten die Forscher mit ihren Ergebnissen einen klaren Zusammenhang zwischen der Nutzung von Solarien und einem erhöhten Risiko für Melanome nachweisen, was in vielen früheren Studien nicht möglich war.

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Pressemitteilung der University of Minnesota: U of M study definitively links indoor tanning to melanoma. 27. Mai 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.06.2010
 
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