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Migräne: Selbstmedikation nur nach Rat des Apothekers

Rezeptfreie Schmerzmittel richtig anwenden

Auch bei rezeptfreien Schmerzmitteln können Nebenwirkungen auftreten

Auch bei rezeptfreien Schmerzmitteln können Nebenwirkungen auftreten
(Foto: BananaStock)

Bei der Selbstmedikation von Migräne unterlaufen Betroffenen aus Unkenntnis immer wieder Fehler. „Rezeptfreie Medikamente können in vielen Fällen gegen Migräne helfen – wenn sie denn richtig angewendet werden. Wer seine Kopfschmerzen in der Selbstmedikation behandeln will, sollte mit dem Apotheker über Risiken und Nebenwirkungen sprechen“, so Professor Dr. Katrin Janhsen von der Universität Osnabrück.

Gegen Migräne-Attacken eingesetzt werden vor allem Schmerzmittel und so genannte Triptane, die speziell gegen Migräne wirken. Der Arzt kann Betroffenen zusätzlich Medikamente gegen Übelkeit verschreiben, zum Beispiel Tropfen mit dem Wirkstoff Metoclopramid. Werden diese Tropfen etwa eine Viertelstunde vor dem Schmerzmittel eingenommen, verbessern sie dessen Wirkung. Wichtig ist außerdem, die verschiedenen schmerzstillenden Wirkstoffe ausreichend hoch, aber nicht zu hoch zu dosieren. Schmerzmittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht länger als drei Tage hintereinander eingenommen werden. Auch Triptane können Kopfschmerzen auslösen, wenn sie zu häufig eingenommen werden. Janhsen: „Wer häufiger ein Triptan braucht, sollte mit seinem Arzt sprechen.“ Triptane sollten im selben Migräne-Anfall nicht mit Migräne-Medikamenten kombiniert werden, die bestimmte Verbindungen aus dem Mutterkorn (Mutterkornalkaloide) enthalten.

Vor der Selbstmedikation bei Migräne sollte der Arzt eine Diagnose stellen. Typisch sind Kopfschmerzen, die meist einseitig auftreten, sich durch Bewegung verstärken und mit Erbrechen einhergehen. Zum Arzt sollten Betroffene, wenn diese Beschwerden zum ersten Mal auftreten oder von neurologischen Symptomen wie zum Beispiel Augenflimmern oder Kribbeln begleitet sind. Lässt sich die Migräne in der Selbstmedikation nicht ausreichend behandeln, wird der Apotheker Betroffene an einen Arzt verweisen.

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Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: Migräne: Selbstmedikation nur nach Rat des Apothekers. 4. Juni 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 10.06.2010
 
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