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Fettreiche Ernährung kann Brustkrebsrisiko erhöhen

Verarbeitetes Fleisch, Fisch und andere tierische Fette gelten als Risikofaktoren

Tierische Fette können das Risiko für Brustkrebs erhöhen

Tierische Fette können das Risiko für Brustkrebs erhöhen
(Quelle: DAK/Wigger)

Frauen, die viele tierische Fette und gleichzeitig wenig Brot und Fruchtsäfte zu sich nehmen, haben ein bis zu zweifach erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken als Frauen mit gegenteiligen Ernährungsgewohnheiten. Auf dieses Ergebnis sind Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) gekommen. Sie haben Daten aus einer bereits 1994 gestarteten Studie statistisch neu ausgewertet. Als ernährungsbedingte Risikofaktoren gelten vor allem viel verarbeitetes Fleisch, Fisch und Butter.

Ziel der Untersuchung war es, Ernährungsgewohnheiten ausfindig zu machen, die für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko verantwortlich sein könnten. Die Wissenschaftler analysierten hierzu die Daten von 15.351 Frauen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren, deren Ernährungsgewohnheiten über einen Zeitraum von etwa sechs Jahren festgehalten worden waren. In der Gruppe der Frauen, deren Ernährung durch zahlreiche tierische Fette geprägt war, entwickelte sich im Laufe der sechs Jahre doppelt so häufig Brustkrebs wie in der Vergleichsgruppe, die sich gegenteilig und mit viel Brot ernährte sowie häufig Fruchtsäfte trank.

Mit ihrem Ergebnis bestätigen die Potsdamer Wissenschaftler Studien aus der Vergangenheit, die bereits einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Fettaufnahme und der Entstehung von Brustkrebs vermuten ließen. In den kommenden Monaten soll nun geklärt werden, ob und welche gesundheitsrelevanten Effekte bestimmten Fettsäurearten zugeordnet werden kann.

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Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Bestimmte Ernährungsweise kann mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden sein. 28. Oktober 2008

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 03.11.2008
 
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